Einen entsprechenden Vorschlag des in England untergetauchten Wikileaks-Gründers lehnt Oberstaatsanwältin Marianne Ny ab. Die Anklägerin hat einen Haftbefehl ausgestellt und den 39-jährigen Australier zur internationalen Fahndung ausgeschrieben.Zu dem von Assanges Londoner Anwalt Mark Stephens übermittelten Vorschlag eines Verhörs auf britischem Boden sagte Ny am Samstagabend im Sender TV4: "Das kann ich nicht machen. Ich muss die Regeln für Kontakte und Verhöre auf fremdem Territorium befolgen." Vergewaltigungs-VorwürfeDie schwedische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Assange wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und anderen sexuellen Zwang bei Begegnungen mit zwei Schwedinnen im August. Ny hatte Mitte der Woche erklärt, dass sie von den britischen Behörden die umgehende Festnahme sowie anschließend die Auslieferung des Australiers erwarte. Dieser hält sich an einem geheimen Ort in England auf und will sich einer Auslieferung nach Schweden juristisch widersetzen.Dass Assange von Schweden an die USA ausgeliefert werden könnte, schloss Ny aus. Sie sagte: "Das ist in einem Fall wie diesem nicht möglich." Nach der Veröffentlichung von hunderttausenden geheimen Dokumenten aus US-Botschaften durch Wikileaks hat der Australier die Befürchtung geäußert, dass ihm Geheimdienste oder andere US-Stellen nach dem Leben trachten könnten. Text und Foto: dpa
Der Australier ist zur internationalen Fahndung ausgeschrieben Schweden lehnen Assange-Verhör in London ab
Redaktion 05.12.2010 - 11:33 Uhr