Stephan Fleischer Zweiter hauptamtlicher Feuerwehr-Gerätewart

Stephan Fleischer (links) und Walter Steger bilden nun das Gerätewart-Duo der Pegnitzer Feuerwehr. Foto: Ralf Münch

PEGNITZ. Ein seit langem bestehender Wunsch der Feuerwehr ist in Erfüllung gegangen: Stephan Fleischer ist neben Walter Steger ein neuer hauptamtlicher Gerätewart. Er wird sich, wie Steger, um alle Dinge, die im Feuerwehrhaus anfallen, kümmern. Fleischer hat sich bereits viele Jahre lang ehrenamtlich für die Feuerwehr engagiert und viel Zeit und Arbeit geopfert.

„Die Aufgaben sind immer umfangreicher: Prüfen, warten, Grundüberholungen und reparieren“, sagt Steger, der seit fast 20 Jahren seinen Job bei der Feuerwehr leistet. Die Zeiten haben sich geändert. Zur Schlauchpflege der 17 Pegnitzer Feuerwehren sind noch die Wehren der Städte Creußen und Betzenstein sowie der Gemeinden Prebitz und Schnabelwaid hinzugekommen.

„Trinkwasserschläuche, die bei Festen, etwa beim Bratwurstgipfel oder beim Markplatzfest benötigt werden, waschen wir auch.“ Und dann kommen eben auch noch der Fahrzeugpark, die Ausrüstung und Gerätschaft dazu. Steger: „Manche denken, wir machen nichts anderes als Autos waschen. Ich hätte das alles gar nicht mehr viel länger allein schaffen können.“

Irgendwann wurden damit auch die Aufgaben anspruchsvoller und vielfältiger, als sie es noch vor 20 Jahren waren. Es ist wichtig, dass alles funktioniert und alles vorbereitet ist – denn man nie weiß, wann der nächste Einsatz kommt. Immerhin kann es auch um Menschenleben gehen. 2019 wurde die Feuerwehr zu 276 Einsätze gerufen.

Seit 31 Jahren aktiv im Dienst

Der Feuerwehrbedarfsplan zeigte unter anderem, dass man für die Wartungs-, Pflege- und Prüfungsarbeiten bezüglich der Pegnitzer Feuerwehren eigentlich 2,75 hauptamtliche Stellen bräuchte. In der letzten Hauptversammlung war das noch kein Thema, aber Mitte des Jahres wurde dann die Stelle ausgeschrieben. Damit kommt Stephan Fleischer ins Spiel. Seit 31 Jahren ist er aktiv im Feuerwehrdienst. „Bevor ich zur Pegnitzer Feuerwehr ging, war ich in Hainbronn aktiv. Als ich in Horlach gebaut habe, hat es sich dann ergeben, dass ich nach Pegnitz wechselte“, sagt der gelernte Maschinenbauer. Er hat ab 2013 an den Feuerwehrschulen und bei namhaften Herstellern mehrere Fortbildungsmaßnahmen zum geprüften Atemschutzgerätewart gemacht. Seitdem prüft er zusammen mit zwei weiteren ehrenamtlichen Atemschutzgerätewarten die Pressluftatmer von vier mit Atemschutz ausgerüsteten Pegnitzer Feuerwehren und seit 2014 auch vieler weiterer Feuerwehren aus der Region. Er ist bisher einer der wenigen, der das in Pegnitz und den umliegenden Feuerwehren kann und auch darf. Für diese wichtigen Arbeiten muss man sich dafür in vorgeschriebenen Abständen immer wieder fortbilden und qualifizieren.

Zu viel Arbeit für eine Person

„Ich hatte bei meinen Vorgesetzten wiederholt darauf hingewiesen, dass die inzwischen umfangreicher gewordenen Arbeiten und Dienstleistungen nicht mehr von einer Person bewältigt werden können“, so Fleischer. Der Stadtrat stimmte einer zweiten Stelle zu. Für die Feuerwehr bringt das viele Vorteile, die Arbeit wird auf mehrere Schultern verteilt.„Er kennt sich aus, weiß wie und was gemacht werden muss, um die anfallenden Arbeiten auch allein bewerkstelligen zu können, wenn ich durch Urlaub oder Krankheit ausfalle“, sagt Steger. Denn Fleischer wird sich nicht nur um den Atemschutz kümmern, sondern wie Steger um den Fuhrpark und die gesamte Ausrüstung der Feuerwehr.

Bei Großeinsätzen wie beispielsweise im Cabriosol oder dem Ärztehaus im Böllgraben vor einem halben Jahr, wurden beide auch von ihren ehrenamtlichen Kameraden unterstützt, ohne deren Hilfe eine schnelle Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nicht möglich gewesen wäre und auch in Zukunft nicht möglich ist. Beide weisen auf das Verständnis und die Unterstützung der Familien und Arbeitgeber hin, die die der Feuerwehrleute bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz unterstützen.

Gut für die Bürger

Auf die Frage an Steger, wie es denn bisher gelaufen ist, als er noch alleine war und etwa in den Urlaub ging oder krank war, zuckt er mit den Schultern: „Dann wurden halt die unaufschiebbaren Arbeiten, wie beispielsweise die Schlauchpflege oder das Auftanken der Fahrzeuge von Andreas Meyer vom Bauhof oder soweit möglich von den Ehrenamtlichen erledigt. Alles andere ist halt liegen geblieben.“

Diese Situation wird sich nun aber verbessern. Und das kommt letztendlich allen Bürgern der Stadt und der Region zugute.

 

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