Stellungnahme der SpVgg Altstädter Mannschaft begrüßt Mahr-Rücktritt

Die Personalie Wolfgang Mahr bleibt ein heiß diskutiertes Thema: Zumal nun auch die Mannschaft zum Rücktritt des Teamkoordinators Stellung genommen hat. Foto: /SpVgg Bayreuth

Der Rücktritt von Wolfgang Mahr als Teamkoordinator bei der SpVgg Bayreuth bleibt ein in der Öffentlichkeit heiß diskutiertes Thema. Zumal es die Altstädter selbst augenscheinlich nach wie vor sehr bewegt. Nun hat sich die Regionalliga-Mannschaft mit einer „Stellungnahme“ zu Wort gemeldet, um „für Klarheit“ zu sorgen.

Fußball - Die Mannschaft widerspricht darin „Berichten einiger Medien“. Sie hätten „die Sachlage falsch dargestellt und einzig aus der Annahme abgeleitet, dass der Auslöser des Rücktritts Meinungsverschiedenheiten zwischen Trainer und Teamleiter Wolfgang Mahr waren“. Vielmehr sei das Vertrauen zwischen Mannschaft und Mahr aus vielerlei Gründen nicht mehr gegeben gewesen. Wörtlich heißt es dann weiter: „Und somit haben wir als Team den Rücktritt von Wolfgang Mahr zur Kenntnis genommen und bewerten diesen als positiv.“ Die Mannschaft erachte es als notwendig, sich vor den Trainer zu stellen und für Klarheit zu sorgen. „Daher begrüßen wir die Entscheidung von Wolfgang Mahr.“

Am Ende der Stellungnahme werden die Medien gebeten, den sportlichen Werdegang der SpVgg in den Fokus zu rücken und keine Themen zu behandeln, „die nicht in die Öffentlichkeit gehören“. Was sehr verwundert, da die SpVgg die Personalie Mahr per Vereinsmitteilung selbst öffentlich gemacht hatte, ehe im Nachgang SpVgg-Geschäftsführer Wolfgang Gruber einen Disput zwischen Trainer Timo Rost und Mahr als Auslöser für den Rücktritt nannte.

Kapitän Kirsch: Stellungnahme sei eine Reaktion auf öffentliche Stimmung

Der Inhalt der Stellungnahme und der Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung überraschen auch vor dem Hintergrund, dass der Altstädter Kapitän Kirsch im Interview mit unserer Zeitung am Donnerstag versichert hat, die Personalie Mahr sei kein Thema, das die Mannschaft, „jetzt wochenlang begleitet und täglich von den Spielern in der Kabine diskutiert wird“. Vielmehr, so der Tenor Kirschs, sei der Fokus auf das Spiel in Rosenheim gerichtet. Auf erneute Nachfrage bestätigte Kirsch, dass das Thema in der Mannschaft in der Tat nicht so enorm sei. Allerdings bekomme die Mannschaft „die Stimmung draußen und in den Medien“ mit. „Und so waren wir der Meinung, als Team Stellung zu beziehen“.

Wolfgang Mahr indes blieb bei seiner Haltung: „Ich möchte vorerst keine Stellungnahme abgeben“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Stellungnahme der Mannschaft der SpVgg Bayreuth im Wortlaut:

Liebe Mitstreitende, Fans, Sympathisanten und Sympathisantinnen der SpVgg Bayreuth,

wir, die Spieler der 1. Mannschaft, möchten uns zunächst für das Engagement, das Wolfgang Mahr in all den Jahren eingebracht hat, bedanken. Allerdings möchten wir in dieser Stellungnahme auch für Klarheit sorgen.

In den vergangenen Tagen wurde das Thema Wolfgang Mahr öffentlich offenkundig hitzig diskutiert. In einigen Berichten einiger Medien wird die Sachlage falsch dargestellt und einzig aus der Annahme abgeleitet, dass der Auslöser des Rücktritts Meinungsverschiedenheiten zwischen Trainer und Teamleiter Wolfgang Mahr waren.

Meinungsverschiedenheiten und Kritik sind gut und richtig und sie sind ein wichtiger Teil der Entwicklung. Allerdings muss sie dort geäußert werden, wo sie hingehört. Vor allem dann, wenn es sich um Personen handelt, die sich zum engsten Personenkreis der 1. Mannschaft zählen. Gerade hier ist Vertrauen und Rückhalt mehr als wichtig und eine grundlegende Basis des Erfolgs - Vor allem nach Niederlagen.

Dieses Vertrauen zwischen Mannschaft und Wolfgang Mahr ist aus vielerlei Gründen nicht mehr gegeben und somit haben wir als Team den Rücktritt von Wolfgang Mahr zur Kenntnis genommen und bewerten diesen als positiv. Der Trainer hat sich in der beschriebenen Auseinandersetzung -wenn man sie so bezeichnen möchte - ausschließlich vor die Mannschaft gestellt. Nun sehen wir es als notwendig an, uns vor unseren Trainer zu stellen und hier für Klarheit zu sorgen.

Daher begrüßen wir die Entscheidung von Wolfgang Mahr.

Wir hoffen nun, dass wir uns jetzt wieder um den Sport kümmern können, denn wir sind Zweiter, punktgleich mit dem Ersten und würden uns freuen, wenn ihr den sportlichen Werdegang der SpVgg in den Fokus eurer Berichterstattung stellt und nicht Themen behandelt, die nicht in die Öffentlichkeit gehören!

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