Maximilian Schafroth verspricht nicht zu viel. Der aus dem Allgäu stammende Fastenprediger beim legendären Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg bezeichnet die abendliche Festlocation als „konservativen Safe Space“. Während er die CSU schone, wolle er die FDP coachen. Sie habe es nötig. In eben jenem sicheren Raum wähnt sich am Mittwochabend auch CSU-Staatssekretär Martin Schöffel. „Super, eine hervorragende Rede von Maximilian Schafroth“, sagt der für den Wahlkreis Kulmbach-Wunsiedel Zuständige im Gespräch mit unserer Redaktion. Vor allem, dass Schafroth in „beeindruckender Weise“ darauf hingewiesen habe, was es für Bauern bedeute, wenn die nächste Generation den Hof nicht mehr übernehmen könne, habe ihm imponiert. „Das zielte auf die Grünen ab und war genau richtig.“ Überhaupt sieht er die Grünen, allen voran Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, im Kreuzfeuer der Predigt. So wie es Schöffel empfunden hat, muss es beinahe schon ein verbales Fegefeuer gewesen sein, das auf die Grünen herniederbrannte. „Naja, die Grünen sind schon etwas mimosenhaft. In der Politik muss man auch mal einstecken können.“ Während der Predigt blickte zumindest der Fernsehzuschauer eher in lachende und entspannte Grüne-Gesichter.
Starkbieranstich Martin Schöffel im konservativen „Safe Space“
Matthias Bäumler 29.02.2024 - 17:18 Uhr