In Oberfranken finden sich laut der Studie die sesshaftesten Bayern: Durchschnittlich leben sie schon 36 Jahre an ihrem derzeitigen Wohnort. Das Wichtigste an ihrer Gegend ist den Oberfranken die Nähe zu Freunden und Familie. Für 71 Prozent ist dies „voll und ganz“ der Grund, warum sie gerne in der Region leben.

Mehr Oberfranke als Bayer

Insgesamt zeigen sich 84 Prozent der befragten Oberfranken stolz auf ihre Region. Wie überall in Franken, ist die Identifikation mit dem Freistaat Bayern etwas schwächer ausgeprägt, wobei immer noch 74 Prozent stolz darauf sind, Bayer zu sein.

Weitaus mehr als andere Bewohner Bayerns rühmen die Oberfranken das kulturelle Angebot der Gegend. Das Nebeneinander von Hochkultur, Kabarettisten und einer lebendigen Kleinkunstszene macht hier den besonderen Reiz aus.

Die kulinarische Besonderheit Bier

Unter den regionaltypischen Bräuchen stechen in Oberfranken vor allem die Kirchweihfeste heraus, also die Kerwa-Kultur. Kulinarische Besonderheiten spielen bei 78 Prozent eine große Rolle für ihre Heimatverbundenheit – mehr als dies bayernweit der Fall ist (68 Prozent). Das oberfränkische Bier wird dabei unangefochten an erster Stelle genannt.

Wie alle Bayern definieren sich auch die Oberfranken vor allem über vier Kerneigenschaften: Heimatverbunden, bodenständig, naturverbunden und traditionsbewusst. Zudem beschreiben sich die Oberfranken selber bayernweit am stärksten als wertkonservativ, zurückhaltend und bescheiden.

Insgesamt hat der Bayerische Rundfunk für die Studie 3501 Menschen aus allen Regierungsbezirken befragt. Ergänzt wurde die Befragung durch Expertengespräche in den Regionen und qualitative Interviews mit der Bevölkerung.

red/Foto: red