„Stanicher“ Adventszauber Der Dirigent im Kapuzenpulli

Klaus Klaschka
„Flo“ ist mittlerweile nicht mehr Verstärkung des Dirigententeams, sondern der Chef der Original fränkischen Trachtenkapelle. Foto: Klaschka

Florian Teig wird als neuer Kapellmeister der Original fränkischen Blaskapelle am Freitagabend seinen ersten „Stanicher Adventszauber“ in Sankt Michael leiten.

„Die erste Probe für die Blasmusiksaison ist geschafft. Am Montag hat der Probenalltag wieder begonnen. Neben unseren Hauptdirigenten verstärkt Flo ab sofort das Dirigententeam“. Das verkündete der Stadtsteinacher Musikverein im Januar 2020. Daraus wurde aber nichts: Corona zwang Trompeten und Posaunen zum Schweigen, Dirigenten zum Ausruhen. Ein erster musikalischer Versuch wurde dann Ende 2021 gemacht: In kleiner Besetzung spielten Bläser zur Eröffnung der Adventsfenster; draußen war das erlaubt. Der Anfang im März diesen Jahres war nach langer Zwangspause dann schwierig: „Maximal acht bis zehn Musiker hatten sich zu den ersten Proben eingefunden“, erinnert sich Florian Teig an den Neustart. „Flo“ ist mittlerweile nicht mehr Verstärkung des Dirigententeams, sondern der Chef der Original fränkischen Trachtenkapelle, nachdem sich Christoph Hohlweg lange angekündigt berufsbedingt zurückgezogen hat. Die Kapelle ist mittlerweile wieder auf 27 Musiker angewachsen; Auftritte beim Pressecker Schützenfest und der Kulmbacher Bierwoche waren heuer möglich.

Jetzt steht das letzte Konzert im ersten Nach-Corona-Jahr an: Der „Stanicher Adventszauber“ am Freitag, 9. Dezember, ab 19 Uhr in Sankt Michael - am Vorabend des „Stanicher Weihnachtszaubers“, dem Weihnachtsmarkt der Stadt. Dafür hatte die Kapelle extra Probentage im Vereinsheim und unter anderem auch Extrakurse für die Holzbläser angesetzt, um die Musiker wieder auf die alte Form zu trimmen und neue Stücke einzustudieren. Entstanden ist ein breit gemischtes Konzertprogramm aus sinfonischer Blasmusik, Chorälen und natürlich auch Böhmischem, an dem sich auch das Vororchester des Bläsernachwuchses mit Daniela Ott beteiligt.

Der musikalische Werdegang von Florian Teig begann mit sieben Jahren an der Klarinette beim Musikverein Weißenbrunn, die er schließlich bis zur Goldprüfung des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB) beherrschte und auch zehn Jahre lang im oberfränkischen Auswahlorchester des NBMB mitspielen durfte. 2017 ist der dann noch zusätzlich mit dem Tenorhorn eingestiegen, „weil in Weißenbrunn dafür Musiker fehlten“, erzählt er. Mit beiden Instrumenten hat er schließlich auch in Stadtsteinach ausgeholfen, hat nebenbei Dirigierkurse absolviert. „Und so bin ich gefragt worden, ob ich nicht auch mal die Leitung übernehmen will“, lächelt er, „So einfach war das“.

 

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