Stäubli Starkes Zeichen

Symbolfoto: Peter Gisder

KOMMENTAR. Sie sind seit jeher eher verschwiegen bei Stäubli. Da kommen Schweizer Geschäftsgebaren und die Struktur eines Familienkonzerns zusammen. Doch in dieser Woche machte das Unternehmen trotzdem vorab eine umfangreiche Umgestaltung und Erweiterung seines Standorts Bayreuth öffentlich, der eine wichtige Rolle im Konzern spielt.

Ob jetzt exakt die 30 Millionen Euro investiert werden, die von normalerweise gut unterrichteten Quellen kolportiert werden, oder ob es ein bisschen mehr oder weniger ist – egal. Auch wenn das Unternehmen hier tatsächlich schweigt: Wichtig ist, dass diese massive Investition überhaupt getätigt wird. Wichtig für die Mitarbeiter und für den Standort Bayreuth in einer Zeit, in der vor dunklen Wolken am Konjunkturhimmel gewarnt wird – ein starkes Zeichen.

Schweizern wird ja allgemein nachgesagt, dass sie besonnen sind und ebenso mit ihrem Geld umgehen. Auch wenn es bei den Stäubli-Textilmaschinen wegen der schwierigen Lage in den Haupt-Abnehmerländern gerade gar nicht läuft, ist in den beiden anderen Bereichen Kupplungssysteme und vor allem Industrieroboter offenbar das genaue Gegenteil der Fall. Sonst würde man mit Sicherheit noch etwas abwarten.

Nicht umsonst übrigens betonen sie bei Stäubli, dass sich durch die Baumaßnahmen die Bedingungen nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Mitarbeiter weiter verbessern sollen. Es schadet in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels nicht, bei potenziellen neuen Mitarbeitern, die mit der Erweiterung sicherlich gebraucht werden, ein bisschen die Werbetrommel zu rühren. Und genau deshalb sind sie bei Stäubli auch nicht mehr ganz so verschwiegen wir früher.

stefan.schreibelmayer@kurier.de

 

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