Stadtwerke rechnen vor Bayreuther Wasserpreis steigt

Die Stadtwerke Bayreuth erhöhen den Wasserpreis. „Moderat“ heißt es von Unternehmensseite. Um wie viel tiefer der Griff in den Geldbeutel geht, soll eine Beispielrechnung zeigen.

Trinkwasser wird in Bayreuth teurer. Foto: dpa

Die Bayreuther Stadtwerke drehen an der Preisschraube für ihr Trinkwasser. Für den Kubikmeter Wasser werden ab dem 1. Juli neun Cent mehr fällig. Das heißt in harten Zahlen: Für 1000 Liter Trinkwasser müssen Kunden der Bayreuther Stadtwerke in Zukunft 2,68 Euro berappen. Der neue Tarif gilt ab Mittwoch, 1. Juli. Das kommunizierte das Unternehmen am Dienstagvormittag – einen Tag vor Inkrafttreten des neuen Tarifs. Bisher wurden demnach 2,59 Euro fällig.

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Trinkwasserpreis in Bayreuth steigt

Die neuen Tarife für das Bayreuther Trinkwasser begründen die Stadtwerke mit einem Bündel von Gründen. In der Mitteilung der Stadtwerke ist von „gepflegten Quellen, leistungsfähigen Tiefbrunnen, einem intakten Leitungsnetz und moderner Technik“ die Rede, wie Pressesprecher Jan Koch schreibt.

Zudem spielen Löhne und Gehälter wohl eine Rolle. Das klingt ebenfalls in Kochs Worten an. „Außerdem braucht es Menschen, die sich kümmern: die Rohre erneuern, Brunnen sanieren, Quellfassungen regenerieren und die Trinkwasserversorgung auf ein Klima vorbereiten, das extremer wird.“

Wie viel Wasser verbraucht ein repräsentativer Bayreuther Haushalt eigentlich? Und um wie viel steigen die Kosten pro Jahr? Die Stadtwerke Bayreuth machen eine Beispielrechnung auf. „Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 150.000 Litern bedeutet die Erhöhung Mehrkosten von 1,13 Euro pro Monat“, heißt es wörtlich. Im Jahr wären das demzufolge 13,56 Euro.

Bayerischer Wassercent wird an Bayreuther Verbraucher weitergegeben

Als wichtigster Grund für die neuen Bayreuther Trinkwasserpreise nennen die Bayreuther Stadtwerke den neuen Wassercent der Bayerischen Staatsregierung: Der Pressesprecher weiter: „Er wird ebenfalls zum 1. Juli in Bayern eingeführt und fällt für die Entnahme von Grundwasser an. Je 1.000 Liter werden 10 Cent fällig. Betroffen sind unter anderem öffentliche Wasserversorger, die Grundwasser aus eigenen Brunnen fördern.“

Die Stadtwerke würden demnach die Kosten an die Endverbraucher vor dem Wasserhan weitergeben. „Ein wesentlicher Teil der höheren Kosten entsteht nicht bei uns, sondern durch den neuen Wassercent des Freistaats“, wird Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel in der entsprechenden Mitteilung zitiert.