Stadtrat Selb Morandini-Werke bleiben im Theater

red

Die Stadt Selb nimmt die Schenkung des Kunstvereins Hochfranken Selb an. Die Werke sollen samt eines Hinweisschildes auch an ihrem derzeitigen Ort bleiben.

Seit über einem Jahr sind die Kunstwerke von Marcello Morandini im Rosenthal-Theater zu bewundern. Unser Bild entstand bei der Eröffnung Anfang März 2022. Nun hat der Kunstverein Hochfranken Selb sie der Stadt geschenkt. Foto: /Florian Miedl

Die Kunstwerke, mit denen sich Marcello Morandini im Selber Rosenthal-Theater verewigt hat, bleiben, wo sie sind – und sie gehen in den Besitz der Stadt über. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die Schenkung des Kunstvereins Hochfranken Selb anzunehmen.

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Anfang März 2022 hatte sich der Kunstverein mit einem Paukenschlag aus der Corona-Zwangspause befreit: 18 Skulpturen, neun Wandobjekte, 13 große Fotos und eben auch die von dem großen italienischen Designer und Architekten gestalteten Treppen und Säulen im Theater hatte man damals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung wurde ein großer Erfolg.

Treppen und Säulen

Bereits im Mai 2022 hatte der Stadtrat beschlossen, die Kunstobjekte vom Kunstverein als Dauerleihgabe bis zum 31. März 2023 anzunehmen. Wie es in der Vorlage der Verwaltung in der Stadtratssitzung hieß, haben sich bei der Treppe im Laufe des vergangenen Jahres die Verkleidungen von zwei Stufen gelöst. Sie seien aus Sicherheitsgründen vollständig entfernt worden. Stürze habe es nicht gegeben. Allerdings habe es Rückmeldungen von Theaterbesuchern gegeben, die sich beim Treppensteigen durch die schwarz-weißen Streifen irritiert gefühlt hätten.

Außerdem führte die Verwaltung an, dass die senkrechten Flächen der Treppenstufen in der Vergangenheit bei den Wochen des weißen Goldes den teilnehmenden Firmen als Werbeflächen zur Verfügung gestellt wurden. Dies sei nun nicht mehr möglich.

Hinweisschild

Auch die Rückmeldungen der Ausstellungsbesucher seien gemischt gewesen– einige hätten den „frischen Charme“ gelobt, andere hätten sich von den Morandini-Werken bei anderen Ausstellungen gestört gefühlt. Ausstellende Künstler hätten beklagt, dass vor allem die Säulen Ausstellungsfläche blockierten und ihre eigene Kunst in Konflikt zu Morandini gerieten. Die Suche nach alternativen Standorten für die Säulen sei allerdings ohne Ergebnis geblieben.

Letztlich entschied sich der Stadtrat einstimmig dafür, die Schenkung der Kunstobjekte anzunehmen und sie an den bisherigen Standorten zu belassen. Außerdem soll ein Schild auf die Schenkung hinweisen. Das hatte der Kunstverein gewünscht.