Stadtrat erhöht Gebühren Bayreuth: Unterricht an der Musikschule wird teurer

Von Katharina Wojczenko

Von September an wird Musizieren teurer: Der Stadtrat hat beschlossen, die Gebühren für den Unterricht an der städtischen Musikschule anzuheben. Mit einer Ausnahme.

Die Stadt erhöht die Gebühren für die Städtische Musikschule. Archivfoto:Lammel Foto: red

Der Gruppenunterricht ist davon ausgeschlossen. Eine familienfreundliche Stadt müsse gewährleisten, dass jedes Kind ein Instrument erlernen könne, sagte Ulrike Lex (CSU). Gerade Eltern mit wenig Geld würden ihr Kind in den günstigeren Gruppenunterricht schicken. „Ihnen tut die Erhöhung um drei, vier Euro schon weh“, sagte Lex.

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Für den Einzelunterricht müssen sie monatlich zwischen 1,75 Euro und 4,50 Euro mehr zahlen. Das entspricht einer Erhöhung von knapp fünf Prozent. Doch selbst damit ist die Stadt weit davon entfernt, die Schule kostendeckend zu betreiben, sagte Sozialreferent Carsten Hillgruber.

Von Kostendeckung weit entfernt

Nicht einmal die Hälfte der Ausgaben von jährlich etwa 895 000 Euro decken die Gebühren. Das muss sich ändern, hat der Kommunale Prüfungsverband gefordert. Auch nach der Gebührenerhöhung wird die Kostendeckung aber unter 50 Prozent liegen.

Die vergangenen Erhöhungen, 2013 und 2011, haben die Eltern jedenfalls nicht abgeschreckt: „Wir hatten keine einzige Kündigung deswegen“, sagte Hillgruber auf Nachfrage im Stadtrat. Und auf der Warteliste für die Musikschule stünden immer noch 1900 Personen. „Die Frage nach der Warteliste hat aber mit den Gebühren nichts zu tun“, betonte Hillgruber.

Ein Teil melde das Kind wegen der Warteliste bereits nach der Geburt an. Er räumte jedoch ein, dass sich die Stadt mit der grundsätzlichen Frage beschäftigen müsse, welche Funktion die Musikschule übernehmen solle – und wie sie auf das große Interesse reagiert.