Stadt bereitet sich auf das Konzert mit der niederbayerischen Kultband vor – 1500 Besucher werden erwartet Schwitzen für den Haindling-Auftritt

und Michael Grüner

Haindling kommt. Damit wird Auerbachs Unterer Markt zum zweiten Mal zum Festivalgelände für rund 1500 Menschen. Stühle schleppen, Straßen sperren, Zäune aufstellen – der Bauhof hat hinter den Kulissen einiges zu tun.

Nach dem Jubiläumsjahr 2014 ist der städtische Bauhof mit der Organisation großer Events vertraut. Und die Mitarbeiter im Rathaus mit dem Event-Management. Denn nach dem Liedermacher Konstantin Wecker kommt jetzt nach einem Jahr Festivalpause mit Haindling die nächste große Nummer auf die Bühne vor dem Rathaus. Klein-Klein ist nicht mehr das Kulturkonzept von Bürgermeister Joachim Neuß. „Nur die großen Nummern ziehen wirklich“, sagte der Rathauschef in einem Gespräch mit dem Kurier zu Beginn des Jahres. Für die städtische Kulturarbeit sieht der Haushalt ein Budget von insgesamt 50 000 Euro vor. Damit sind auch die Kosten für die Dorfrocker zu decken, die Mitte August in Zusammenarbeit mit der Stadt auf der Bühne des SC-Glückauf auftreten wie auch Heiner Geißler, der im Mai zu einer Lesung in Auerbach zu Gast war.

Nach der Werbung weiterlesen

Dennoch stellt das Konzert der niederbayerischen Musikgruppe Haindling am 30. Juli die Organisatoren und auch den Bauhof vor neue Herausforderungen. Wie die aussehen, darüber sprach der Nordbayerische Kurier mit Matthias Regn, dem Leiter des Städtischen Bauhofs und gemeinsam warf man einen Blick auf die Arbeit hinter den Kulissen.

Hans-Jürgen Buchner alias Haindling kommt im Rahmen seiner Sommertour für das Open-Air-Konzert nach Auerbach. Der Bauhof, der bei der Organisation des Festivals vor dem Rathaus von einer Vielzahl ortsansässiger Unternehmen unterstützt wird, plant derzeit mit einer Zahl von 1000 bis 1500 Besuchern. „Das wird das größte Event der letzten Jahre“, sagt Matthias Regn. Die Rockoper und das Konzert von Konstantin Wecker lockten im Jubiläumsjahr 2014 jeweils rund 900 Besucher an. „Das wird noch mal eine Nummer größer. Aber nach den Erfahrungen des Jubiläumsjahres sind wir gut gerüstet.“

Die Bühne, die ein Auerbacher Eventbüro bereitstellt, wird bereits am Freitag vor dem Festival aufgebaut. Die Vollsperrung der Innenstadt folgt Samstag Mittag, wenn der Untere Markt bestuhlt wird. Zur Verfügung gestellt werden die Stühle von der Grund- und Realschule und einem ortsansässigen Förderverein. Ab Sonntag Vormittag ist die Innenstadt dann wieder für den Verkehr frei. Bis dahin wird das Konzertgelände von einem 60 Meter langen Bauzaun mit Sichtschutz abgesperrt. „Der Bauzaun wird Schaulustige ohne Ticket fernhalten. Bei den Anliegern ist es schon schwieriger“, erklärt Regn. „Man kann ja nicht einfach die Fenster überkleben. Die haben halt Glück.“

Die Bewirtung übernehmen zwei ortsansässige Gastronomiebetriebe. An Sanitäranlagen steht den Besuchern zusätzlich zu den öffentlichen Toiletten der neue WC-Wagen der Stadt zur Verfügung. Über die Apothekergasse und am Unteren Markt nahe dem ehemaligen Hotel Ruder werden sich die Zuschauereingänge befinden, die um 19 Uhr die Pforten öffnen.

Außergewöhnlich für die Organisatoren ist, dass die Band darauf besteht, auch bei schlechtem Wetter unter freiem Himmel zu spielen. „Bei Regen werden wir nicht wie gewöhnlich in die Helmut-Ott-Halle umziehen. Hier müssten wir schnell reagieren und im Vorfeld die Bestuhlung ändern.“ Die Stühle würden dann durch Bierbänke ersetzt. Zudem empfiehlt Regn den Teilnehmern bei schlechter Wettervorhersage wetterfeste Kleidung mitzunehmen.

Neu ist auch die Zusammenarbeit mit einem Sulzbacher Sicherheitsdienst, der für die Sicherheit der siebenköpfigen Band sorgen wird. Besondere Wünsche für den Backstagebereich stellt die Band aber nicht. „Vor zwei Jahren hat Konstantin Wecker im Vorfeld eine bestimmte Weinsorte angefordert“, verrät Regn. „Aber auch das haben wir hinbekommen.“