Frauen bislang immer chancenlos
Aufgestellt als Kandidatin wurden Frauen bereits mehrfach. Sie waren aber immer chancenlos. Die Linke nominierte 2012 beispielsweise die als Nazijägerin bekannt gewordene Beate Klarsfeld, gewählt wurde Joachim Gauck. Die von der SPD nominierte Wissenschaftlerin Gesine Schwan unterlag 2004 und 2009 jeweils gegen Horst Köhler.
Bevorstehende Landtagswahlen haben Auswirkungen
Die Koalitionspartner CDU, CSU und SPD wollen einen gemeinsamen Vorschlag für die Steinmeier-Nachfolge machen. Das haben die Parteichefs Merz und Klingbeil bereits angekündigt. Geschehen soll dies laut Merz aber erst nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6. September) sowie in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (20. September).
Erst dann werden die genauen Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung feststehen. Da bei diesen Wahlen hohe AfD-Ergebnisse erwartet werden, dürfte auch die Zahl der AfD-Wahlmänner und -frauen in der Bundesversammlung deutlich steigen.