Rückkehr nach 23 Jahren in die 2. Bundesliga
Es kam nun bekanntlich anders und nun werden die Spatzen zum ersten Mal seit der Saison 2000/01 wieder in der 2. Bundesliga spielen. Zuvor hatten der bis vergangene Woche beim FC Bayern München gehandelte Nationaltrainer Österreichs Ralf Rangnick und Martin Andermatt den Club von der damals noch drittklassigen Regionalliga sogar in die Bundesliga geführt.
Im Jahr 2001 mussten die Ulmer dann Insolvenz anmelden und stürzten in die fünfte Liga ab. Bis 2014 folgten zwei weitere Insolvenzen. „Drei Insolvenzen und jetzt steigen wir in die 2. Bundesliga auf. Das ist Wahnsinn. Das ist der schönste Tag meines Lebens“, sagte Kapitän Johannes Reichert.
Lizenz für kommende Saison ohne finanzielle Auflagen
„Natürlich spielt die Vergangenheit noch mit. Aber wir stehen wirtschaftlich auf einem stabilen Fundament“, sagte Thiele. Für die kommende Spielzeit hat der SSV die Lizenz ohne finanzielle Auflagen erhalten. Allerdings dürfen die Ulmer ihre Heimspiele im Donaustadion wie auch bisher schon in der 3. Liga erst einmal nur mit einer Ausnahmegenehmigung austragen. Daher soll die Spielstätte mit Kosten von möglicherweise rund zehn Millionen Euro modernisiert werden. Langfristig schwebt dem SSV der Bau einer reinen Fußballarena an einem anderen Standort vor.
Kurzfristig liegt der Fokus der Verantwortlichen darauf, eine schlagkräftige Zweitliga-Mannschaft zusammenzustellen. „Wir haben schon Gespräche geführt. Aber jetzt können wir auch bei der Ligazugehörigkeit einen Haken machen und da tut jeder Tag eher gut“, sagte Thiele. Die Startelf werde sich aufgrund von gültigen Verträgen kaum verändern. „Wir werden den Kader aber punktuell verstärken“, so der Geschäftsführer.