SRK Volsbach Sie stehen seit Jahrzehnten treu zur Kameradschaft

Dieter Jenß

Rückblickende Berichte, einen ganzen Batzen an Ehrungen und deutliche Kritik an der Politik. Das alles gab es bei der Jahresversammlung der 78 Mitglieder starken Soldaten- und Reservistenkameradschaft Volsbach und Umgebung im Vereinslokal Neubauer.

Für jahrzehntelange Mitgliedschaft gab es eine Vielzahl von Ehrungen. Herausragend die Auszeichnung von Ehrenvorsitzendem Georg Hartmann (Zweiter von rechts sitzend) für 50 Jahre Mitgliedschaft. Mit im Bild Vorsitzender Berthold Adelhardt (Vierter von links/hinten), stellvertretender Bürgermeister Johannes Knauer (Sechster von links/hinten) und Kreisvorsitzender Jürgen Hädinger (rechts). Foto: Jochen Neubauer

Bei seinem Rückblick verwies Vorsitzender Berthold Adelhardt, der seit 15 Jahren an der Spitze der Kameradschaft steht, auf vielfältige Aktivitäten, die nach Corona wieder möglich waren. Dank zollte er der engagierten Arbeit durch Mitglieder und Vorstandschaft.

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Adelhardt verwies auf die Teilnahme bei der Fronleichnamsprozession in Volsbach sowie am amerikanischen Unabhängigkeitstag in Grafenwöhr. Wie überhaupt die freundschaftlichen Kontakte zur US-Army sehr gepflegt würden, sagte der Vorsitzende. Organisiert wurden durch die Kameradschaft die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag in Volsbach und Poppendorf. Die Weihnachtsfeier im Pfarrzentrum bezeichnete Adelhardt als äußerst gelungen. Beteiligt hat sich die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) auch an der traditionellen Kriegsgräbersammlung. Zudem wurde zahlreichen Mitgliedern zu runden Geburtstagen gratuliert.

Reservistenleiter mit deutlichen Worten

Arnold Roppelt, der Leiter der knapp 30 Reservisten, ging in seinem Jahresbericht auf die fehlende Unterstützung der Reservistenarbeit durch die Politik ein. Der Krieg in der Ukraine offenbare, „dass unsere Bundeswehr unser Land nicht mehr verteidigen kann“, sagte Roppelt. Aus dem Munde vieler älterer Reservisten sei schon vor Jahren zu hören gewesen: „Was abläuft hat mit Bundeswehr nichts mehr zu tun“. Diese Stimmen hätten recht, sagte Roppelt. Hinzu komme, dass kein Geld für Übungen oder Fortbildung geschweige denn Material für die Reservisten zur Verfügung stehe. „Die brauchen uns nicht mehr.“ Ein Umdenken sei unbedingt notwendig.

Trotz der negativen Rahmenbedingungen habe die SRK 2023 viel vor. Geplant sei unter anderem ein Nachtmarsch, ein Schießen in Grafenwöhr und eine Friedenswallfahrt nach Vierzehnheiligen. Johann Wickles, Leiter der Böllerschützen, bedauerte bei seinem Rückblick, dass wegen Corona in den Jahren 2020 bis 2022 zahlreiche Auftritte der elf Böllerschützen nicht mehr möglich waren. Ob bei Geburtstagen, an Fronleichnam, in Grafenwöhr oder an Silvester und Neujahr. Teilgenommen haben die Böllerschützen indes bei Kommandoübergaben in Grafenwöhr. Durch Wickles wurden die Gründungsmitglieder der seit 1993 bestehenden Böllerschützengruppe, Berthold Adelhardt, Arnold Roppelt und Peter Wohlfahrt, für 30 Jahre Böllerschießen geehrt.

Ehrenamt besser würdigen?

Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Ahorntal, Johannes Knauer, dankte für die Durchführung des Volkstrauertages und hob den wichtigen Beitrag der Kameradschaft im kulturellen Leben hervor. Jürgen Hädinger, Kreisvorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes, lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der SRK Volsbach. Vorsitzender Adelhardt appellierte an die Gemeinde, das ehrenamtliche Wirken von Bürgern in verschiedensten Vereinen angemessener zu würdigen. Er verwies auf Beispiele anderer Kommunen.