Sprengstoffkommando ist wieder abgefahren Entwarnung am Bayreuther ZOH

Entwarnung am Bayreuther ZOH: Nach dem Bombenalarm wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Die verdächtigen Feuerlöscher waren leer, stellte das Sprengstoffkommando aus München fest. 

Plötzlich ging es ganz schnell: Kurz vor 18 Uhr ist der ZOH wieder frei gegeben worden. Das Sprengstoffkommando aus München hatte die verdächtigen Feuerlöscher untersucht. Sprengstoff wurde nicht gefunden.

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Gegen 14.30 Uhr hatte am Montag eine Reinigungskraft im Toilettenbereich der Passage Max 58 einen herrenlosen Trolley entdeckt. Darin steckten zwei Handfeuerlöscher. Die Mitarbeiterin schlug Alarm.

Zur Klärung forderte die Bayreuther Polizei ein Sprengstoffkommando der Münchner Polizei an. Die beiden Spezialisten trafen gegen 17 Uhr ein und untersuchten die beiden Handfeuerlöscher, die in dem Trolley steckten. Sie waren fast leer.

Zuvor hatte die Polizei den Bereich rund um den ZOH in einem Radius von etwa 50 Metern abgeriegelt. In der Kanalstraße hielten sich  nur noch Polizeibeamte und Pressevertreter auf, Fußgänger wurden schon am Luitpoldplatz abgefangen. Dorthin wurden auch die Busse umgeleitet. "Die Menschen reagieren verständnisvoll", sagte ein Mitarbeiter der BVB dem Kurier.

Das Gelände des ZOH wird videoüberwacht. Auf die Aufnahmen hatte die Polizei während der Sperrung des ZOH jedoch keinen Zugriff: Aufgezeichnet wird im Servicegebäude der Stadtwerke am Busbahnhof.

Erst vor einer Woche hatte es einen Bombenalarm am Bonner Hauptbahnhof gegeben. Bei der dort gefundenen Tasche hatte es sich tatsächlich um eine Bombe gehandelt, sie war auch ferngezündet worden. Wegen eines Konstruktionsfehlers war der Sprengsatz jedoch nicht detoniert. Inzwischen wurde ein gebürtiger Somalier aus der Islamistenszene festgenommen.

kat/gra/sky/ Foto: Wittek