Sportlerehrung Ehrenbrief der Stadt für Herbert Guth

Für außerordentliche Verdienste um den Sport in der Stadt Bayreuth: Aus den Händen von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Laudator Stephan Müller (rechts) nahm Herbert Guth (Mitte) den Ehrenbrief der Stadt Bayreuth entgegen. Foto: Andreas Harbach

SPORT ALLGEMEIN. Es war einmal mehr eine respektable Jahresbilanz des Bayreuther Sports: Insgesamt verlieh Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der traditionellen Sportlerehrung am Freitagabend in der Oberfrankenhalle 137 Medaillen, 19 in Gold, 59 in Silber und ebenso viele in Bronze. Es waren 17 weniger als im vergangenen Jahr, dafür nahm die Zahl der Ehrenurkunden für verdiente Funktionäre zu: Waren es 2018 deren fünf, wurden diesmal 19 ausgestellt.

Doch einmal mehr stellte die Vergabe des Ehrenbriefs „für außerordentliche Verdienste um den Sport in der Stadt Bayreuth“ den Höhepunkt der Veranstaltung dar. Die höchste sportliche Auszeichnung, die die Stadt zu vergeben hat, geht in diesem Jahr an den 72-jährigen Herbert Guth, der insgesamt 13 Jahre im Vorstand der Bayreuther Turnerschaft tätig gewesen war. Sein langjähriger Vorstands-Kollege Stephan Müller erinnerte in seiner Laudatio daran, dass Guth zu seinem 50. Mitgliedsjubiläum die Ehrenmitgliedschaft „seines“ Vereins erhalten habe. Die Goldene Vereinsehrennadel für besondere Verdienste wurde Guth bereits vor 39 Jahren verliehen, vor 25 Jahren erhielt er die Sportehrenurkunde der Stadt Bayreuth.

"Vereinstreu wie Uwe Seeler beim HSV"

„In Bezug auf Vereinstreue ist Herbert Guth so etwas wie der Uwe Seeler beim HSV“, sagte Müller. In Bayreuths mit rund 3000 Mitgliedern größtem Sportverein hat Guth ganz unterschiedliche Funktionen ausgefüllt: Leiter der Turnabteilung, Übungsleiter für Turnen und den Skisport, Geschäftsführer und Pressewart. Zu den Funktionen außerhalb des Vereins gehören unter anderem sein mehr als zehn Jahre dauerndes Engagement als Geschäftsführer des Stadtsportverbandes oder auch seine Tätigkeit als Jugendleiter im Turnbezirk Oberfranken.

Als Sportler hat sich Guth von Kindheit an dem Turnen verschrieben und kann auf große Erfolge auf oberfränkischer und bayerischer Ebene verweisen. Auch als Trainer feierte er mit einigen seiner Schützlinge wie Christian Wurst, Richard Tscheuschner und seinem Sohn Christian bayerische und nationale Titel. Müller erzählte: „Den größten Bekanntheitsgrad erreichte Herbert Guth jedoch mit seiner noch heute legendären Showgruppe Herbertix und Obelix mit ihren Mannen. Diese Männerriege lieferte bei unzähligen Veranstaltungen eine herausragende Show, es flogen Keulen, Hinkelsteine und eben Turner durch die Luft. Das größte Publikum hatten Herbertix und seine Mannen im September des Jahres 1991, als sie ihre Akrobatikshow beim ersten Frankenfest vor über 30 000 Zuschauern im Nürnberger Frankenstadion aufführten.“ In seiner Dankesrede ging Guth noch einmal auf seine Showgruppe ein: „Damit habe ich mir selbst das schönste Geschenk gemacht. Mit meinen Jungs haben wir seit 1978 Generationen von Besuchern mit unseren Shows, Asterix und Obelix, als Babies oder zum Schluss als Hochzeitsgesellschaft immer eine Freude gemacht und manchen Saal zum Toben gebracht. 2011 zum 150. Jubiläum gaben wir nach 33 Jahren unsere Abschiedsvorstellung am Volksfestplatz.“

Seit vielen Jahren trainiert und leitet Herbert Guth die in Bayreuth bekannten Jedermänner, eine Gruppe von Breitensportlern, die bereits am 26. Oktober 1960 von Lothar „Felix“ Tscheuschner in der Dammallee-Turnhalle gegründet wurde und damit kurz vor ihrem 60. Jubiläum steht. Guth: „Ich habe nie gedacht, dass mir das so viel Freude, aber auch Erfüllung bringen würde. Die durchschnittlich 35, 40 Männer im Alter zwischen 45 und 92 Jahre zeigen mir, wie Sport unsere Lebensqualität verbessert. Wie Sport verbindet und unser Leben bereichern kann. Unser Motto lautet: Wir leben nicht länger, aber wir sterben gesünder!“

 

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