Spitalgasse in Kulmbach Feuerwehr muss Patienten aufwendig retten

Die Spitalgasse war während des Rettungseinsatzes gesperrt. Foto: /Feuerwehr

Vier Stockwerke über enge Treppenhäuser: Ein Patient aus einer Dachwohnung konnte nicht durch die engen Fenster ins Freie gebracht werden.

Kulmbach - Eine etwas außergewöhnliche Rettungsaktion beschäftigte am Freitag Abend den Rettungsdienst und die Feuerwehr Kulmbach, berichtet die Feuerwehr. Nach einem medizinischen Notfall forderte der Rettungsdienst die Drehleiter nach, da sich der Patient in der Dachgeschosswohnung eines mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshauses in der Spitalgasse befand. Die Sanitäter brauchten Hilfe.

Für Einsatzleiter, Stadtbrandmeister Michael Weich, und seine Leute ist so etwas eigentlich ein Routineeinsatz- aber nicht dieses Mal. Eine Rettung mittels der Drehleiter scheiterte nämlich, weil die Fenster im Dachgeschoß nicht mal einen halben Meter breit waren und weder eine Krankentrage noch die Schleifkorbtrage durchpasste. So erfolgte eine umfangreiche Nachalarmierung weiterer Einsatzkräfte. Erst als diese mit einem weiteren Fahrzeug vor Ort waren und die Einsatzstelle ausgeleuchtet hatten, konnte die Rettungsaktion beginnen.

Aber auch diese war alles andere als einfach. Über mehrere verwinkelte, teils enge Treppenhäuser und Ebenen konnte die Person schließlich mit Manpower und Schleifkorbtrage vier Stockwerke nach unten zum Rettungswagen gebracht werden, ständig unter Begleitung einer Notärztin. Da für diese Aktion die Spitalgasse zeitweise gesperrt werden musste, kam es in der Altstadt zu Verkehrsbehinderungen was einige Verkehrsteilnehmer laut Feuerwehr „sportlich“ nahmen, einige aber auch zum Wenden veranlasste. Etliche Fahrer steuerten entgegen der Einbahnstraße wieder zurück in die Obere Stadt. Zum Glück ging alles gut aus und der Einsatz war nach einer Stunde beendet. „Hervorzuheben ist einmal mehr die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr. Kein Einsatz ist wie der andere, aber bisher wurde schon immer eine Lösung gefunden“, lautete dass Fazit des Einsatzleiters.

Die Feuerwehr aus Kulmbach war am Wochenende noch bei weiteren Einsätzen. Unter anderem musste ein brennender Abfalleimer in der öffentlichen Toilettenanlage am Schwedensteg gelöscht werden.

 

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