Sperrung bei B 85 Kleiner Umweg, aber kein großes Problem

Brigitte Grüner
Seit Mitte September ist die Zufahrt zum Industriegebiet Lohe nur aus Richtung Neuhaus möglich. Foto: /Brigitte Grüner

Voraussichtlich ab Samstag kann der Verkehr zwischen der Bundesstraße 85 und dem Industriegebiet Lohe bei Auerbach wieder rollen.

Seit 15. September ist der Straßenabschnitt auf der B 85 gesperrt. Für die ansässigen Betriebe ist das kein großes Problem.

„Bisher haben sich keine Kunden beschwert oder negativ geäußert bei uns“, sagt Bernhard Gnan von der gleichnamigen Fensterbau-Firma auf Nachfrage. Auch die Lieferanten seien bislang zuverlässig auf die Umleitungsstrecken gekommen. Die Gnan-Fahrzeuge fahren durch die Brücke unter der B 85 und dann entweder in Richtung Stadt oder an der Ausfahrt im Ortsteil Welluck auf die B 85. Das sei zwar ein kleiner Umweg, aber kein großes Problem. Auch Bernhard Gnan, der in Pegnitz wohnt, fährt über Welluck zur Firma. „Das sind nur ein paar Meter mehr.“ Weniger gut ist laut Gnan die Ausfahrt über die Sandstraße beim Friedhof. Für Lastwagen sei es dort sehr eng und unübersichtlich, vor allem wenn in der Oberen Vorstadt Autos am Straßenrand parken. Die baldige Sperrung in Richtung Hohe Tanne mache dem Betrieb nicht viel aus, da meist in Richtung B 85 gefahren wird.

Über Höfen und Neuhaus

Gewundert haben sich bisher einige Kunden von Auto Eckert, die bereits an der Dornisch-Kreuzung standen und dort erst bemerkt haben, dass sie umfahren müssen. „Alle anderen kommen gut damit klar, und die Zeit ist absehbar“, sagt Thorsten Eckert. Einige Kunden haben vorher angerufen und nachgefragt, wie sie am besten zum Kfz-Fachbetrieb kommen. Probleme mit Lieferfahrzeugen habe es ebenfalls keine gegeben, da die Firma mit Kleintransportern beliefert wird, die problemlos über die Umleitungsstrecke fahren können.

Die Mitarbeiter der Firma Götz Transporte kommen gut mit der An- und Abfahrt zum Firmengelände zurecht. Die Mehrheit der firmeneigenen Lastwagen, die aus südlicher Richtung oder von der Autobahn A 9 kommen, fahren laut Andreas Götz meist in Hormersdorf oder Plech von der Autobahn ab und erreichen das Industriegebiet dann über Höfen und Neuhaus. Fahrzeuge, die in andere Richtungen unterwegs sind, nehmen die Umleitung durch die Stadt. Die Fahrer der Transportfirma sehen weniger die Friedhofsecke als Problem an, sondern eher die Verbindungsstraße „Am Bahndamm“ zwischen Wellucker Straße und Sandstraße.

Ziemlich eng

An dieser Stelle gehe es ziemlich eng zu, zumal auch kein Parkverbot ausgeschildert wurde. „An der Kreuzung Wellucker Straße und Bahndamm trifft sich nun der Verkehr vom und zum Industriegebiet und auch Gäste, Kunden, Mitarbeiter oder Zulieferer, die aus Richtung Sulzbach kommen und bereits über Welluck den Weg suchen.“ Das Transportunternehmen fährt auch für die Firma Heim&Haus. Die Einfahrt über die Heim-und-Haus-Straße ist aktuell nicht möglich. Stattdessen gibt es eine Behelfszufahrt von der B 85 auf den Parkplatz der Firma, welche auch von Lieferanten und anderen Dienstleistern verwendet werden kann. „Wir haben uns abgestimmt, diese Behelfszufahrt nur im äußersten Notfall zu nutzen“, erklärt Andreas Götz.

Beim Getränke-Großhandel Hewei GmbH haben Mitarbeiter und Kunden keine Probleme mit der Umleitung. „Sie sind alle ortskundig“, sagt Prokuristin Renate Neumann. Auch die Lieferanten hatten bislang keine Schwierigkeiten, das Betriebsgelände anzufahren. Um den Verkehr im Stadtzentrum nicht zu erschweren, fahren die großen Lastwagen über Welluck auf die B 85. Renate Neumann ist froh, dass der Umbau auf zwei Etappen aufgeteilt wurde. So ist die direkte Zufahrt zur B 85 bald wieder frei.

Bald wieder einfacher

Nach der Sanierung des Teilstücks zwischen Freibadeinfahrt und Bundesstraße ziehen die Baumaschinen und die Arbeiter bald in südwestlicher Richtung weiter. Für die Firmen im Industriegebiet wird es dann wieder einfacher, da viele Mitarbeiter oder Fahrer den direkten Weg zur B 85 wählen. Bis Ende Oktober soll die Maßnahme beendet und die Staatsstraße 2162 bis Ranna saniert sein. Allerdings bleibt das kleine Teilstück zwischen Kreuzung und Freibad einige Tage länger gesperrt.

„Wegen der unstetigen Witterungsverhältnisse gibt es zwangsläufig Verschiebungen im straffen Zeitplan“, erklärt Technischer Amtsrat Stefan Weiß vom Staatlichen Bauamt. Der ursprünglich für Dienstag geplante Wechsel in den zweiten Bauabschnitt müsse nunmehr auf Freitag, den 7. Oktober, verschoben werden.

Um die verlorene Zeit zu kompensieren, wird der Bauablauf umgestellt. „Die ursprünglich vorgesehene zeitintensive abschnittsweise Befestigung des Bankettes aus Beton-Rasengittersteinen wird gegen eine innovative Ausführung aus Asphalt ersetzt“, so Weiß weiter. Mit diesen Maßnahmen sehe das Staatliche Bauamt keine Verschiebung des Endtermins 28. Oktober.

Der zweite Bauabschnitt der Sanierung der Staatsstraße 2162 beginnt im Waldstück zwischen den Ortsteilen Ranna und Hohe Tanne. Die ausgeschilderte Umleitung führt von Ranna aus über die Staatsstraße 2163 zwischen Neuhaus und Plech; danach weiter über die Kreisstraße BT 28 durch den Veldensteiner Forst auf die Bundesstraße 85.

 

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