Viele Fans schauten die Gruppenspiele gegen Australien, Serbien und Ghana mit Freunden, Nachbarn oder Bekannten zu Hause oder beim Public Viewing. So auch in Speichersdorf, wo der ortsansässige Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) im evangelischen Gemeindehaus wohl die größte Fanmeile der Gemeinde aufgebaut hat.Jeweils eine Stunde vor Spielbeginn öffnen die Mitglieder des Vereins die Tore und bei den Spielen der deutschen Mannschaft strömte jeweils eine große Menge schwarz-rot-gold gekleideter Besucher in das Gebäude neben der evangelischen Kirche.Dort sind die Spiele auf einer Großbildleinwand zu sehen, es werden Speisen und Getränke angeboten und Cocktails zubereitet. Sehr zufrieden sei man mit dem bisherigen Besuch, erzählt die Vorsitzende des CVJM, Edeltraud Neiß.Dabei war es aber gar nicht so einfach, ein öffentliches Public Viewing zu veranstalten, berichtet Neiß weiter. Bereits ein ganzes Jahr vorher mussten die Lizenzen für die Übertragungen über den CVJM-Gesamtverband beantragt werden. Dieser hatte zuvor mit der FIFA einen Rahmenvertrag ausgehandelt. Und auch die Anmeldungen bei GEMA und GEZ nahmen einige Zeit in Anspruch. Ursprünglich sollte, wie vor vier Jahren bei der Weltmeisterschaft in Deutschland, die bundesweite Aktion des CVJM wieder unter dem Namen Kick off laufen.Doch wurde dies aus lizenzrechtlichen Gründen untersagt, sodass die Übertragungen diesmal unter keinem Motto stehen. Erworben werden konnten indes die Übertragungsrechte für die Spiele der deutschen Mannschaft, sowie für alle Spiele ab dem Viertelfinale. „Ab dieser Runde übertragen wir jede Partie“, erklärt Neiß. Symbolbild: v. Pölnitz-Eisfeld