SPD will Stimmkreisreform positiv besetzen Hundeknochen entpuppt sich als Schmetterling

Der Hundeknochen ist tot, es lebe der Schmetterling – ist die SPD auf einmal ein Fan der umstrittenen Stimmkreisreform?

Nicht ganz. „Auch wenn wir nach wie vor nicht einverstanden sind, rechnen wir damit, dass die Stimmkreisreform mindestens für die nächste Wahlperiode Bestand hat. Und wollen das Thema positiv besetzen“, so formulierte es der Bayreuther SPD-Kreisvorsitzender Stephan Unglaub, anlässlich der Vorstellung der designierten Kandidaten für Landtag und Bezirkstag. Auf die sich – auch das ein Novum – die SPD-Kreisverbände von Bayreuth, Kulmbach und Wunsiedel geeinigt hatten.

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Oder Schmetterling

Doch zurück zum Hundeknochen. Wie mehrfach berichtet, soll Oberfranken aufgrund seiner zurückgehenden Bevölkerungszahlen einen Waldkreis verlieren; die Wahlkreise Kulmbach und Wunsiedel sowie fünf Kommunen aus dem nördlichen Bayreuther Raum sollen zusammengelegt werden – was auf der Karte wie ein Hundeknochen ausschaut. Oder wie ein Schmetterling. Es läuft eine Verfassungsklage, das Gericht entschiedet am 4. Oktober, einen Tag vor der Nominierungsversammlung der SPD in Goldmühl.

Die SPD rechnet nicht damit, dass die Klage Erfolg hat. Unglaub kann dem neuen Verbund sogar Positives abgewinnen: Etwa eine Chance für den nördlichen Bayreuther Raum, wie schon Kulmbach und Wunsiedel GA-Fördergebiet zu werden.


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstagsausgabe (7. August) des Nordbayerischen Kuriers.

agw