Feuerwehrgerätehaus Gesees Im Frühjahr 2022 soll’s fertig sein

Wer dieser Tage von Bayreuth nach Gesees fährt, kann es sehen: auf der linken Seite der Straße, auf dem Gelände des Sportvereins wird gebaut. Dort, wo am Montag der Bagger stand, wird eines Tages die Ausfahrt des neuen Feuerwehrgerätehauses sein. Am Montag traf man sich zum Spatenstich für das neue Gebäude, das jüngst aufgrund extrem gestiegener Kosten für Diskussionen sorgte.

Gesees - Wer dieser Tage von Bayreuth nach Gesees fährt, kann es sehen: auf der linken Seite der Straße, auf dem Gelände des Sportvereins wird gebaut. Dort, wo am Montag der Bagger stand, wird eines Tages die Ausfahrt des neuen Feuerwehrgerätehauses sein, über die die Feuerwehleute direkt zum Einsatz losbrausen können. Am Montag traf man sich zum Spatenstich für das neue Gebäude, das jüngst aufgrund extrem gestiegener Kosten für Diskussionen sorgte.

Mit dem Beginn der Bauarbeiten biegt das Projekt, das sich die Feuerwehrleute aus Gesees seit vielen Jahren wünschen in die Zielgerade ein. Darüber, dass das vorhandene Feuerwehrhaus im Ortszentrum zu klein ist, waren sich alle einig. Doch die Sache zog sich hin. In einem Kurier-Bericht aus dem Jahr 2016 wird das damalige Gemeinderatsmitglied Alfred Hahn mit den Worten zitiert: „24 Jahre lang wurde nichts gemacht, jeder Bürgermeister hat alles immer nur verschoben. Da müsste jetzt einfach mal Kapital in die Hand genommen werden.“

Kosten fast verdoppelt

Der amtierende Bürgermeister Harald Feulner (FW) hat genau das vor. Allerdings wird er wohl wesentlich mehr Kapital in die Hand nehmen müssen, als ihm lieb ist. 2016 sagte Feulner: „Bei der billigsten Variante wird man schon um die 800 000 Euro in die Hand nehmen müssen.“ Als Architekt Josef Haas im Jahr 2018 konkrete Pläne vorstellte, war die Rede davon, dass man beim Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses wohl mit Gesamtkosten von rund einer Million Euro werde rechnen müssen. Mögliche Preissteigerungen einkalkuliert. Doch diese Kalkulierung ging nicht auf. In den Haushalt des Jahre 2021 wurden für diesen Posten zunächst 1,5 Millionen Euro eingestellt, die dann kurz vor der jüngsten Sitzung des Gemeinderats auf 1,9 Millionen Euro erhöht wurden. Was fast einer Verdoppelung der Kosten in drei Jahren entspricht. Entsprechend harsch fielen die Reaktionen einiger Gemeinderatsmitglieder aus. Man war entsetzt.

In Eigenleistung

Nun will man versuchen, die Kostenexplosion etwas in den Griff zu bekommen, indem die Feuerwehr noch mehr als ohnehin von Anfang an geplant in Eigenleistung realisieren will. „50 Leute wollen sich ehrenamtlich beteiligen“, sagte Feulner vor dem Spatenstich am Montag. So viel wie möglich soll selbst gemacht werden.

Wie Kommandant Michael Vogel sagte, könnte der Rohbau bis Ende Juni stehen. Spätestens Anfang 2022 soll dann alles fertig sein. Wie berichtet, wird das Gebäude über drei Stellplätze für Feuerwehrautos verfügen. Daneben soll ein Waschplatz für die Fahrzeuge errichtet werden. An die Stellplätze schließen sich die Werkstatt und diverse Nebenräume an. Überdies ist ein Schulungsraum für 54 Personen vorgesehen, ein Raum für Lehrmittel, Teeküche, Sanitätsraum, einen Raum für Atemschutzgeräte, Sozialräume mit Umkleide und WC für Damen und Herren. Inzwischen wurde auch die wasserrechtliche Erlaubnis für das Gelände erteilt.

Und so schritt man frohen Mutes zum Spatenstich.

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