Ermer spricht von einer Auftragsdelle, die aus den aktuellen Problemen in der Automobil- und der Kunststoffindustrie herrühre. Man müsse abwarten, wie die Autoindustrie auf die Umwälzungen in der Branche reagiere und neue Projekte takte.

Aber auch die Unsicherheit wegen des Corona-Virus habe Auswirkungen. Kontakte nach China seien momentan sehr schwer, wenn nicht unmöglich. Wie sich die Lage dort entwickle, könne man derzeit nicht vorhersagen.

Dennoch rechnet Ermer damit, die Kurzarbeit „bis Mitte des Jahres, vielleicht auch etwas eher“ wieder beenden zu können. Es handle sich aus jetziger Sicht um eine nicht dramatische Auftragsdelle. Erste Anzeichen einer Stabilisierung gebe es bereits. Kurzarbeit sei ein gutes Instrument, um die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, auch wenn es mal nicht ganz so gut laufe. Anschließend könne man sofort wieder mit voller Kraft loslegen.

Kurzarbeit kann ein Unternehmen nach derzeitigem Stand für bis zu zwölf Monate beantragen. Solange diese gilt, bekommen die betroffenen Arbeitnehmer 60 Prozent ihres Nettolohn-Ausfalls aus der Arbeitslosenversicherung ersetzt. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, sind es 67 Prozent.

Gerüchte, die geplante millionenschwere Erweiterung des Standorts Bayreuth sei gefährdet, wies Ermer zurück. Das extra erworbene Nachbargebäude werde gerade entkernt und dann wie geplant abgerissen. Dann beginne der Neu- und Erweiterungsbau, der 2021 in Betrieb gehen soll.