Bienen brauchen Blüten. So einfach ist das eigentlich. Doch bereits hier beginnt das Problem der bayerischen Imker. Weil Landwirte ihre Wiesen immer häufiger mähen, um zartes Gras für Kühe und Biogasanlagen zu bekommen, schaffen es immer weniger Pflanzen bis zur Blüte. Blühenden Raps gibt es genug, und Bienen mögen Rapspollen. Nur: Rapsblüten sind oft voller Pflanzenschutzmittel. Im Jahr 2012 fanden sich in 90 Prozent des Bienenbrotes in Deutschland Rückstände solcher Stoffe, sagt Ingrid Illies von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau. Bienenbrot sind Pollen, die die Bienen mit ihrem Speichel haltbar machen und selbst fressen. Auch im Honig finden sich diese Chemikalien, allerdings verdünnter. „Die Landwirte müssen diese Mittel anders spritzen, so dass die Blüten nicht getroffen werden“, sagt Eckard Radke aus Dietmannsried. Er ist der Vorsitzende des Landesverbandes des Bayerischen Imker. Am Freitagvormittag war er mit Kollegen in den Landtag nach München gekommen, um sich mit Vertretern den SPD-Fraktion zum Fachgespräch zu treffen. Radke macht klar: Geld alleine wird die Probleme der Imker nicht lösen.