Sozialarbeit Kulmbach hat neuen Diakonie-Chef

Stephan Herbert Fuchs
Hans-Georg Müller (Mitte) löst Karl-Heinz Kuch (rechts) an der Spitze des Diakonieverbundes Kulmbach-Thurnau ab. Links im Bild: Dekan Friedrich Hohenberger. Foto: Stephan Herbert Fuchs

Hans-Georg Müller ist der neue Geschäftsführer des Diakonieverbunds Kulmbach-Thurnau. Seine Arbeit stellt er unter ein eindeutiges Credo.

Ganz im Zeichen des Wechsels steht der Diakonieverbund Kulmbach-Thurnau in diesen Tagen. Zum 1. Januar hat Hans-Georg Müller die Geschäftsführung des Diakonischen Werks, der Geschwister-Gummi-Stiftung, der “Die Kita“ und der Menüfaktur übernommen. Der 55-Jährige löst damit den langjährigen Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch ab, der zum 28. Februar in den Ruhestand verabschiedet wird.

Hans-Georg Müller war zuletzt 17 Jahre lang Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im sächsischen Kirchenbezirk Meißen-Großenhain. Dort habe er viele Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Wohlfahrtspflege gesammelt, sagte er bei seiner Vorstellung vor der Presse am Donnerstag in Kulmbach. Einen besonderen Schwerpunkt habe etwa der Ausbau der Kindertagesstätten sowie der Serviceangebots in der Gemeinschaftsverpflegung gebildet.

Allerdings ist Hans-Georg Müller ein waschechter Oberfranke. Er stammt aus Pretzfeld (Landkreis Forchheim) in der Fränkischen Schweiz. Dort ist er auch aufgewachsen, dorthin hat er immer noch familiäre Beziehungen. Besonders geprägt hatte ihn auch seine fünfjährige Tätigkeit als Schatzmeister in der Süd-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania. Oberstes Ziel von Hans-Georg Müller ist es, den erfolgreichen Kurs der Partnerunternehmen im Diakonieverbunde Kulmbach-Thurnau fortzuführen. Ihm liege es besonders am Herzen, die Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen ganzheitlich zu begleiten. „Wir wollen auch denen eine Stimme geben, die sich von sich aus nicht äußern können“, sagte er.

Zu den großen anstehenden Projekten gehören unter anderem der Aufbau einer neuen Wohngruppe der Geschwister-Gummi-Stiftung für traumatisierte Jugendliche in Mainleus sowie die begonnene Sanierung und der Ausbau des Evangelischen Wohnstifts der Diakonie mit Fertigstellung zum Jahresende. Eine echte Herausforderung wird in der Zukunft die Gewinnung von Fachkräften sein. Die Personalnot mache sich mittlerweile in allen Bereichen bemerkbar. Aktuell gebe es mehrere freie Stellen im Bereich der Pflege als auch in den Kinderbetreuungseinrichtungen. „Der Macher der Diakonie geht in den Ruhestand“, sagte Dekan Friedrich Hohenberger mit Blick auf Karl-Heinz Kuch. Hohenberger gab zu bedenken, dass die Diakonie mir rund 800 Beschäftigten eine der ganz großen Arbeitgeber in der Stadt und im Landkreis Kulmbach ist, und freute sich, dass die „gute, solide und erfolgreiche Arbeit“ von Karl-Heinz Kuch weitergeführt wird.

Partner im Diakonieverbund sind das Diakonische Werk der Dekanate Kulmbach und Thurnau, die Geschwister Gummi-Stiftung, „die Kita“ und die Menüfaktur. Die vier Unternehmen beschäftigen in ihren Einrichtungen der Jugend-, Familien-, Alten- und Behindertenhilfe in den Beratungsdiensten bis hin zur Jugendwerkstatt und zum Familientreff in insgesamt 54 Einrichtungen zusammen rund 800 Mitarbeiter

 

Bilder