Sommeruni Bayreuth Die Welt zu Gast auf dem Campus

Die Sitzreihen im Hörsaal 24 waren dicht besetzt: Vertreter der Universität Bayreuth, des Instituts für Internationale Kommunikation und Auswärtige Kulturarbeit und der Stadt Bayreuth begrüßten junge Frauen und Männer aus 45 Ländern zur Sommeruni. Foto: Ralf Münch

BAYREUTH. Von A wie Albanien bis W wie Weißrussland reicht die Liste der Länder. Aus 45 unterschiedlichen Nationen kommen die 205 Frauen und Männer, die an der diesjährigen Sommeruni für Interkulturelle Deutsch-Studien in Bayreuth teilnehmen.

„Ein Campus, viele Kulturen“, heißt das Motto der nun zum 23. Mal angebotenen Sommeruni für ausländische Studierende. Diese wird traditionell vom Institut für Internationale Kommunikation und Auswärtige Kulturarbeit (IIK) organisiert.

Geschäftsführerin Feliz Durak hieß die internationale Studentenschar am Dienstag in einem Hörsaal in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät willkommen. „Jeder von Ihnen bringt frischen Wind nach Bayreuth“, sagte Durak. Die Vielfalt der Kulturen und Sprachen sorge für eine ganz besondere Atmosphäre in den nächsten Wochen. Im Mittelpunkt des Programms steht das Lernen der deutschen Sprache in Verbindung mit Landeskunde und Einblicken in die Kultur, Geschichte, Wirtschaft und das soziale Leben des Gastlandes.

Universitätspräsident Prof. Stefan Leible unterstrich in seinem Redebeitrag die Bedeutung der internationalen Beziehungen. „Die Internationalisierung liegt der Universität Bayreuth als weltoffene Hochschule besonders am Herzen.“ Auf dem Bayreuther Campus seien die Wege kurz, die fächerübergreifende Zusammenarbeit das Markenzeichen der Universität.

„Knüpfen Sie interkulturelle Freundschaften und suchen Sie die Begegnung“, forderte Leible die Studierendenden auf. Von den hierzulande gemachten Erfahrungen könnten alle nach der Rückkehr in ihre Heimat profitieren. Angesichts der aktuellen Lage in der Welt sei der interkulturelle Austausch wichtiger denn je. Einige der internationalen Gäste hätten sich gewünscht, während ihres Aufenthalts in Bayreuth mit Familienanschluss zu wohnen. Zehn Bayreuther Familien hätten sich dazu bereiterklärt, wofür sich der Unipräsident bedankte und befand: „Das stellt für beide Seiten eine Bereicherung dar.“

Fränkische Lebensart, die bayerische Biergartenkultur – all dies könnten die Teilnehmer der Sommeruni ebenso ausgiebig kennenlernen. Die Mehrzahl der Sommeruni-Teilnehmer stammt mit 44 jungen Studierenden aus China. Am zweitstärksten vertreten ist Russland (26), danach kommen Japan (21), Taiwan (14) und Großbritannien (12). Neun Studierende sind aus Frankreich, sieben aus der Tschechischen Republik, fünf aus Spanien und je vier aus Italien, Polen, Serbien und der Türkei. Selbst aus Indonesien und Ghana, Malaysia, Marokko, Nigeria, Singapur, Tansania und Usbekistan sind junge Leute angereist.

Gesine Schiewer, IIK-Vorsitzende und Inhaberin des Lehrstuhls für Interkulturelle Germanistik, sagte, es sei wichtig, mehrere Sprachen zu beherrschen. Möglichst viele Fremdsprachen zu beherrschen, sei das eine. Mehrsprachigkeit ermögliche zugleich, eine Vielfalt an Perspektiven einzunehmen. „Im Plural leben und denken“, nannte das die Professorin. Was jedem erlaube, „die Welt mit verschiedenen Augen sehen zu lernen“.

Im Namen der Stadt Bayreuth begrüßte Thomas Bauske, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, die Studierenden aus dem Ausland in der „Weltstadt der Musik“ und der Stadt der Markgräfin Wilhelmine.

 

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