Sommersemester 2021 Uni Bayreuth: Gesundheit geht vor Studienfortschritt

Wissenschaftsminister Bernd Sibler stimmt auf das Sommersemester ein, das am 12. April anfing. Der Campus der Universität Bayreuth wird auch im neuen Semester relativ leer bleiben. Foto: red

Noch immer ist eine Rückkehr zum normalen Studienbetrieb nicht in Sicht. Auch im Sommersemester 2021 setzt die Universität Bayreuth auf Online-Angebote und digitale Lehre.

Bayreuth/München - Das Sommersemester an den Universitäten beginnt für junge Männer und Frauen wie im Vorjahr. Statt im Hörsaal oder im Seminarraum sitzen sie am Bildschirm ihres Computers. Das Studieren von Zuhause aus setzt sich nun zum dritten Mal fort. Denn die Corona-Pandemie ist noch nicht besiegt.

Anlässlich des Vorlesungsbeginns an den bayerischen Universitäten am 12. April teilte Wissenschaftsminister Bernd Sibler gestern mit: „Unsere Hochschulen sind sehr gut vorbereitet, um auch im Sommersemester 2021 den Spagat zu schaffen zwischen erfolgreichem Studienfortschritt und Gesundheitsschutz.“

Weiterentwicklung der digitalen Lehre

Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen hätten den digitalen Lehrbetrieb bereits Mitte März aufgenommen. „Uns allen ist bewusst, dass auch dieses Semester angesichts der weiterhin schwierigen pandemischen Lage eine große Herausforderung ist“, stellte Sibler fest. „Alle Beteiligten geben ihr Bestes, damit wir im Studien- und im Prüfungsbetrieb so erfolgreich wie möglich aus dieser Krise herauskommen. Mit den wertvollen Erfahrungen der vergangenen beiden weitgehend digitalen Semester und den vielfältigen Weiterentwicklungen bei der digitalen Lehre sind wir gerüstet und wissen, dass sehr viel möglich ist.“

Regeln des vorigen Semesters bleiben

Auch an der Universität Bayreuth wird wie in den vergangenen beiden Semestern überwiegend auf digitale Lehre gesetzt. Eine Mischung aus Online- und Präsenzlehre war zwar im Wintersemester 2020/21 angedacht, ließ sich jedoch aufgrund der Pandemielage nicht verwirklichen. Auf dem Campus der Universität Bayreuth und sämtlichen Außenstellen herrscht immer noch Maskenpflicht. Die Hochschulleitung rät dazu, eine OP-Maske oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz anstelle einer Alltagsmaske zu tragen.

Laborpraktika sollen für Studierende weiterhin erlaubt sein. So bleiben die Labore für die Forschung und laborpraktische Lehrveranstaltungen geöffnet, wie der Webseite der Universität zu entnehmen ist. Lernräume und CIP-Pools sind allerdings derzeit geschlossen.

Die Zentrale Universitätsbibliothek und die RW-Teilbibliothek sind geöffnet. Lesesaalarbeitsplätze sind jedoch vorab zu reservieren. Das System Click & Collect gilt für alle weiteren Teilbibliotheken, die nur die Abholung bestellter Medien und die Rückgabe geöffnet sind. Der Frischraum und die Cafeterien sind geöffnet, Speisen werden nur zum Mitnehmen angeboten.

Die zeitlichen Fristen innerhalb eines Studiengangs verschieben sich nach hinten. „Studentinnen und Studenten sollen auch in diesem Semester möglichst keine Nachteile entstehen, weder finanziell noch prüfungsrechtlich. Das steht für mich außer Frage“, betonte der Wissenschaftsminister. Darüber hinaus bestehe mit der Verordnung zur Erprobung elektronischer Fernprüfungen an den Hochschulen in Bayern (Bayerische Fernprüfungsverordnung – BayFEV) vom September 2020 ein rechtlicher Rahmen für elektronische Fernprüfungen. Damit habe der Freistaat Pionierarbeit geleistet.

Millionen-Investition in die IT-Infrastruktur

Auch bei der Weiterentwicklung digitaler Formate unterstützt der Freistaat seine Hochschulen nach Kräften, etwa durch Mittel für den Ausbau digitaler Lehrangebote der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb). Von diesen Angeboten profitieren sämtliche derzeit 31 Trägerhochschulen im Freistaat. Das Wissenschaftsministerium fördere darüber hinaus den Ausbau der IT-Infrastruktur an seinen Hochschulen – allein im Jahr 2020 mit rund 5,3 Millionen Euro.

Die Weiterentwicklung digitaler Prüfungsformate treibt das Wissenschaftsministerium mit zwei neuen bayerischen Kompetenzzentren für digitale Prüfungen voran – jeweils eines für Universitäten und eines für Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technische Hochschulen. „Diese Investitionen in den digitalen Fortschritt an unseren Hochschulen sind richtig und wichtig – auch für die Zukunft der Lehre nach der Pandemie“, sagte der Wissenschaftsminister.

Wieder mehr Präsenz ermöglichen

Dennoch müsse das große Ziel sein, wieder mehr Präsenz zu ermöglichen, wenn die Lage es zulässt: „Gerade auch die Lehre vor Ort ist mir wichtig, denn wir alle wollen wieder mehr Miteinander und mehr Diskurs im persönlichen Austausch. Gleichzeitig muss der Schutz der Gesundheit an oberster Stelle stehen. Dazu bin ich im engen Austausch mit allen Länderkollegen und dem Bund, um gemeinsam Szenarien für verantwortungsvolle Öffnungen an unseren Hochschulen zu entwickeln.“

INFO: Hier finden sich aktuelle Details zu den gültigen Regeln auf dem Campus.

https://www.uni-bayreuth.de/de/studium/index.php

https://www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse/corona/index.html

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