„Entgegen anderslautender Behauptungen in den Medien geht es uns nicht nur um den Markennamen, sondern um eine nachhaltige und langfristige strategische Neuausrichtung von Loewe mit dem Ziel, eine hochwertige und luxuriöse Boutique-Marke für TV- und Audioprodukte sowie perspektivisch auch für mobile Endgeräte zu etablieren.“

Dabei setze Skytec auf Design und Engineering „Made in Germany“, um den Kern der Marke zu erhalten. Loewe sei ein wichtiger Teil deutscher Industriekultur und stehe über seine fast 100-jährige Geschichte für Produkte, die allerhöchsten Ansprüchen an Gestaltung und Funktionalität entsprechen würden.

Zentraler Bestandteil soll weiter das Geschäft mit Fernsehgeräten sein, jedoch ergänzt und angepasst „an das neue technologische Zeitalter“.

Von einer Fernsehproduktion in Kronach ist nicht die Rede

Die Arbeit an neuen Produkten am Standort Kronach solle bereits wenige Wochen nach einer erfolgreichen Übernahme starten. Der Marktstart ist für das Weihnachtsquartal 2020 vorgesehen. Für 2021 plane Skytec außerdem die Einführung von Produkten im Bereich der Weißen Ware und die Vorstellung von Smartphones im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) 2021 in Barcelona.

Skytec plant für die Marke auch Kooperationen mit anderen Premium-Marken, etwa im Segment der Automobilindustrie. Khabliev betont: „Kronach bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Strategie, Loewe als Hersteller von Premiumprodukten im Fernseh- und Audiosegment wieder aufzubauen. Wir möchten hier unseren Firmensitz und ein Zentrum für Forschung und Entwicklung etablieren.“

Im Gespräch sind rund 30 Arbeitsplätze für Management, Service, Support. Von einer Fernsehproduktion in Kronach ist nicht die Rede.

Der chinesische Bewerber Hisense hatte in Aussicht gestellt, hundert Mitarbeiter am Standort Kronach einzustellen und die Produktion und Auslieferung von Loewe-Fernsehgeräten bereits in drei Monaten wieder aufzunehmen.

Nach Informationen unserer Zeitung hat sich Hisense aber erst spät im Bieterprozess besser positioniert, was auf die Struktur des chinesischen Staatskonzerns zurückgeführt wird. Ein Staatskonzern wie Hisense habe eben auch klare Vorgaben, was er investieren dürfe, heißt es. Die Chinesen waren „einfach zu unbeweglich“.