Siegfried Wagner Der Friedensengel: „Das Stück ist ein Krimi“

Szene aus Siegfried Wagners Oper „Der Friedensengel“. Das Foto ist bei einer Probe im Reichshof entstanden. Foto: Robert Pflanz

Das Stück spielt in Franken. Zum Teil in Kronach. Aber auch die Glocken der Bayreuther Stadtkirche werden zu hören sein. Siegfried Wagners seit ihrer Uraufführung im Jahr 1926 nicht mehr szenisch dargebotene Oper „Der Friedensengel“, ist an diesem Samstag und Sonntag, jeweils um 18 Uhr, in der Kulturbühne Reichshof zu sehen. An beiden Tagen gibt es eine Einführungsveranstaltung jeweils eine Stunde vor Beginn der Oper.

Bayreuth - „Das Stück ist ein Krimi“, sagt Peter P. Pachl, Vizepräsident der Internationalen Siegfried Wagner Gesellschaft. Sein Versuch, die Handlung in wenigen Sätzen zusammenzufassen, beginnt so: Willfried will mit Mita aus seiner Ehe ausbrechen. Seine Frau erlaubt es nicht. Daraufhin will er sich zusammen mit Mita umbringen. Doch Mita macht nicht mit. Er bringt sich alleine um. Seine Mutter versucht den Selbstmord zu vertuschen und es wie einen Mord aussehen zu lassen...

Vielleicht liegt es eher am Text als an der Musik, dass „ Der Friedensengel“ seit 1926 nicht mehr inszeniert wurde. Immerhin gab es 1975 eine konzertante Aufführung in London. Und immer wieder wurden Ausschnitte in Konzerten aufgeführt. „Die Qualität der Musik haben viele hoch geachtet“, sagt Pachl.

Knapp 20 Sänger

Gleichwohl sind die Herausforderungen für die Musiker sehr hoch. Allein vier gute Tenöre braucht es, um das Stück besetzen zu können. In den Aufführungen im Reichshof werden knapp 20 Sänger als Solisten auf der Bühne zu erleben sein. Eine besondere Lösung hat man sich für das Orchester einfallen lassen. Es werden keine Musiker vor Ort sein. Der Dirigent Ulrich Leykam hat die Orchesterstimmen digital vorproduziert. In der Aufführung werden diese abgerufen. „Er dirigiert mit der einen Hand die Sänger und mit der anderen seinen Computer“, sagt Pachl. Sein Computer könne auf Tempoveränderungen reagieren. Auch die Lautstärke lasse sich in der Aufführung variieren.

Inklusive einer Pause wird die Aufführung rund dreieinviertel Stunden dauern.


Restkarten für beide Aufführungen gibt es an der Theaterkasse und an der Abendkasse.

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