Siegerin aus Neunkirchen 76 tolle Kostüme bei Weidenberger Faschingsaktion

Der Fasching sollte für die Kleinen nicht ganz ausfallen – trotz Corona. Diese Idee der Jugendbeauftragten des Marktes Weidenberg kam sehr gut an. 76 Kinder haben sich verkleidet und an der Maskenprämierung der Gemeinde teilgenommen.

Weidenberg/Neunkirchen -

Von Andreas Schmitt

Kinder bis 13 Jahre sollten sich unter dem Motto „Der Wald und seine Bewohner“ kostümieren. Ihre Eltern sollten Fotos machen und an die Gemeindeverwaltung schicken. „Wir wollen, dass die Kinder auch in der Krise eine kleine Faschingsfreude haben“, sagte Sonja Steininger (CSU), Gemeinderätin und eine von zwei Jugendbeauftragten der Kommune. Die Resonanz war größer als erwartet. 76 tolle Bilder gingen ein, aus dem Gebiet der Gemeinde Weidenberg und auch aus anderen Orten. „Andere Kommunen wie Ahorntal und Leupoldsgrün haben sich der Verkleidungsaktion angeschlossen“, berichtet Steininger.

Die Jury bestand neben ihr aus Regina Kießling-Thees (SPD/Jugendbeauftragte) und Hans Wittauer (FWG/Bürgermeister). „Das war sehr schwer, da die Kostüme sehr einfallsreich, kreativ und bunt waren“, sagt Steininger. „Man hat genau gesehen, dass der Sinn erkannt wurde und sich die Eltern mit ihren Kindern beschäftigt haben.“ Die Kostümpalette war vielfältig: Dabei waren Füchse, Marienkäfer, Jäger, Rehe, Hirsche, Wildschweine, Mäuse, Schnecken, Schmetterlinge, Hasen, Rotkäppchen, Fliegenpilze, Wolpertinger, Holzfäller, Bäume und Elstern.

Das Zecken-Kostüm überzeugte die Jury

Am einfallsreichsten fand die Jury das Kostüm der Zecke der achtjährigen Johanna Scharff aus Neunkirchen. „Sie hat sich ihr Kostüm selbst ausgedacht und selbst gebastelt“, sagt Steininger nach einem Telefonat mit der Siegerin. Johanna war in der Waldkindergartengruppe des Spatzennestes in Bayreuth. Dort lernte sie, dass Zecken auch Waldbewohner sind. Und daher wusste sie auch gleich, dass sie acht Fühler für ihr Kostüm benötigt.

Siegerin Johanna Scharf erhielt per Post einen Gutschein über 50 Euro von Farben Reinhold in Weidenberg. Einen ersten Teilbetrag von zehn Euro hat sie bereits dort ausgegeben – für Kleinigkeiten für sich und ihre Schwester, die ebenfalls am Wettbewerb teilgenommen hatte. Den Rest will sie für eine neuen Playmobil-Kollektion verwenden, die im März in den Handel kommt.

Ein Baum kam auf den zweiten Platz

Den zweiten Platz erreichte Simon Siebert aus Mengersreuth als Baum. Er bekam einen Gutschein über 30 Euro. 20 Euro gab es für den dritten Platz, den die Geschwister Adam und Anton Schiener aus Weidenberg als Igel und Schnecke belegten. Alle weiteren Teilnehmer erhalten in den nächsten Tagen per Post einen Brief der Gemeinde und eine Packung Buntstifte. „Die Teilnahme war für mich überwältigend und es schreit fast nach einer weiteren Aktion“, lautet das Fazit von Sonja Steininger.

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