Sieg in Unterzahl Neudrossenfeld bezwingt Weißenburg mit 2:1

Dank einer taktischen und kämpferischen Glanzleistung im Spiel gegen den TSV Weißenburg ist der TSV Neudrossenfeld wieder zurück im Kampf um Aufstiegsrelegationsplatz zwei in der Landesliga Meisterrunde. Die Mannschaft von Trainer Markus Taschner, die nach einer frühen roten Karte gegen Carsten Hahn lange in Unterzahl spielte, besiegte die Mittelfranken mit 2:1 (2:0), kletterte dadurch auf Rang vier und hat nun vor dem Topspiel am Samstag (16 Uhr) gegen Spitzenreiter TSV Kornburg nur noch einen Zähler Rückstand auf Platz zwei.

Von Stefan Wolfrum

Trotz der starken Vorstellung seiner Elf war Daniel Stöcker nach der Partie hin- und hergerissen zwischen „immensem Stolz auf die Truppe und einer gehörigen Portion Wut im Bauch“. Man hätte sich das Zittern ersparen können, wenn man diesen unnötigen Platzverweis nicht kassiert hätte, resümierte der Co-Trainer der Grün-Weißen. Der ärgerte sich zudem sehr, „dass uns jetzt einer unserer wichtigsten Spieler in den beiden entscheidenden Partien fehlt“. Gemeint war natürlich Abwehrspieler Carsten Hahn, der in der 23. Minute wegen einer Beleidigung seines Gegenspielers vom Platz geflogen war. Es war fraglos ein Bärendienst des 28-Jährigen.

Die Neudrossenfelder führten zu diesem Zeitpunkt durch eine starke Einzelleistung von Mikel Seiter (3.) und einen platzierten Kopfball von Bas Peeters (14.) mit 2:0 und schienen alles im Griff zu haben. Es sah so aus, als steuerte der Gastgeber einem lockeren Sieg entgegen. Bis die Neudrossenfelder in Unterzahl gerieten. Allerdings hielt die Dominanz der Grün-Weißen auch nach der roten Karte an, obgleich sich die Taschner-Elf nun mehr und mehr zurückzog und auf Konter lauerte. Diese Taktik eröffnete einige herausragende Chancen, insbesondere durch Seiter und Thore Dengler, die aber allesamt vergeben wurden. Hochspannend wurde die Partie, als die bis dato harmlosen Gäste nach einer hohen Freistoßflanke (77.), die Freund und Feind passierte und im langen Eck einschlug, zum Anschlusstreffer kamen.

Torhüter Tobias Grüner, der beim Gegentor nicht ganz glücklich ausgesehen hatte, wurde nun zum Turm in der Schlacht. Er reagierte mehrmals herausragend und si­cherte seiner Elf so den verdienten Sieg. Der eigentlich noch deutlicher hätte ausfallen müssen, zumal Richard Schneider in der Nachspielzeit auch noch mit einen Strafstoß an Weißenburgs Torhüter Johannes Uhl scheiterte.

TSV Neudrossenfeld: Grüner - Gareis, Pauli (63. Schneider), Hahn, Kolb (29. Thiele), Möckel, Seiter, Majczyna (69. Mayer), Dengler, Schelenz, Peeters (58. Herms­dörfer).

SR: Mignon (Loderhof); Zuschauer: 110.

Tore: 1:0 Seiter (3.), 2:0 Peeters (14.), 2:1 Auernhammer (77.).

Rote Karte: Hahn (23./Neudrossenfeld wegen Beleidigung).

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