Sieg im Finale Medi-Team erreicht Fiba-Europe-Cup

Nicht nur wegen seiner 14 Punkte leistete Janari Joesaar (rechts) einen wesentlichen Beitrag zum Bayreuther Erfolg. Wie schon im Halbfinale zeichnete sich der Este auch durch Eifer beim Rebound aus. Foto: Fiba

Die weite Reise nach Krasnojarsk zum Turnier um die Qualifikation für den Fiba-Europe-Cup hat sich für Medi Bayreuth wenigstens gelohnt: Nach einem 80:75-Sieg im Finale gegen Hapoel Haifa aus Israel steht der Basketball-Bundesligist in der Gruppenphase jenes Wettbewerbs, in dem er in der Vorsaison bis ins Halbfinale kam und dann durch den von der Pandemie erzwungenen Abbruch gestoppt wurde.

Basketball - Die Aufgabe gegen den Tabellenfünften der vergangenen Spielzeit in Israel lösten die Bayreuther sicherer als es der Endstand vermuten lässt. Grundlage dafür war die von Beginn an intensive Verteidigung. Die Offensive leistete sich dagegen einige Nachlässigkeiten und musste sich zudem darauf einstellen, dass der Gegner nur sehr wenig Spielraum für Marcus Thornton ließ, der sich im Halbfinale als Matchwinner hervorgetan hatte. So blieb das erste Viertel noch bis zum Ende offen (21:18).

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Als die Erfolge in der Defensive aber in höheres Tempo umgesetzt wurden und die Israelis auch mit ein paar vergebenen guten Chancen mithalfen, kam das Medi-Team schon beim 34:24 durch ein Dreipunktespiel des erneut auffälligen Janari Joesaar zum ersten zweistelligen Vorsprung (16.). Der Este war dann auch maßgeblich am glänzenden Start in die zweite Hälfte beteiligt. Seine sechs Punkte und ein Dreier des starken Bastian Doreth bauten die Halbzeitführung von 43:35 innerhalb von drei Minuten auf 52:35 aus. Der höchste Abstand war beim 57:37 (25.) mit dem Martynas Sajus eine persönliche Erfolgsserie von 7/8 Freiwürfen bis zum 62:43 (28.) einleitete. In dieser Phase wirkten die Bayreuther auch spielerisch zunehmend dominierend. Dass man noch nicht von einer klaren Vorentscheidung sprechen konnte, lag am folgenden 8:0-Lauf von Hapoel Haifa bis zum Ende des dritten Viertels.

Israelis kämpfen auch nach Vorentscheidung weiter

Dieses kleine Tief war im letzten Abschnitt aber schnell wieder überwunden, als sich Thornton mit zwei Dreiern innerhalb von 20 Sekunden zum 72:54 zu Wort meldete (33.). Obwohl dann bald Sajus (34.) und der überzeugende Terry Allen mit jeweils fünf Fouls ausschieden, blieb der Abstand bis in die Schlussphase hinein zweistellig. Spätestens mit dem 80:67 durch Kay Bruhnke waren 85 Sekunden vor dem Ende alle Zweifel am Medi-Sieg ausgeräumt. Die Israelis kämpften aber bis zur letzten Sekunde um ihre Chance, durch ein möglichst gutes Ergebnis doch noch als einer der „Lucky Loser“ in die Gruppenphase nachrücken zu können. Durch die letzten acht Punkte im Spiel gelang ihnen immerhin der Ausgleich ihrer Gesamtbilanz nach dem 85:80-Sieg im Halbfinale gegen Gastgeber Enisey Krasnojarsk.

Punkte für Bayreuth: Allen 14, Joesaar 14, Doreth 11, Thornton 11, Seiferth 10, Sajus 9, Wells 6, Jalalpoor 3, Bruhnke 2; für Haifa trafen zweistellig: Vargas 15, Thompson 13, K. Allen 12 und Simhon 10.

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