Sie machen am GCE die Welle

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Neue Erfahrung für die Schüler des Gymnasiums Christian-Ernestinum (GCE): Sie bekommen von 24 Schülern was auf die Ohren. GCE-Welle heißt das Schulradio, das sie vor den Sommerferien aus der Taufe gehoben haben und dessen Programm sich die Schüler - und alle, die sonst Lust darauf haben - ab dem heutigen Montag im Internet anhören können. Doch die Radiomacher machen mehr.

Marie Gambke, Gloria Széchényi, ihre Lehrerin Anna Rädlein-Braun und Elsa Schrode (von links) machen am GCE Schulradio - zusammen mit 21 weiteren Schülern. Foto: Eric Waha Foto: red

Die Begeisterung von Marie Gambke, Gloria Széchényi und Elsa Schrode - alle aus der siebten Klasse - ist kaum zu bremsen. Die drei Schülerinnen, die dem Team aus 24 Radiomachern des GCE angehören, haben richtig Lust auf das Projekt, das Anna Rädlein-Braun mitgebracht hat, als sie im vergangenen Jahr ans GCE gekommen ist. "2011, als ich in Augsburg war, bin ich von Kollegen gefragt worden, ob ich ein Projekt mit dem Bayerischen Rundfunk machen wollte", sagt Anna Rädlein Braun. Sie sagt zu, macht mit den Schülern Radio.

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Inhalte kritisch hinterfragen

"Als ich ans GCE kam, habe ich gedacht, das können wir hier auch umsetzen." Unterstützt wird die GCE-Welle von der Landeszentrale für Neue Medien und vom Lokalsender Radio Mainwelle. "Unser Ziel ist es, den Schülern so viel Medienkompetenz mitzugeben, dass sie irgendwann hier im Haus selber Radio machen können", sagt die Lehrerin. Es gehe darum, den Schülern zu vermitteln, wie sie mit dem Medium umgehen, wie sie Beiträge machen, "wie sie Inhalte kritisch hinterfragen". Es sei schön zu sehen, sagt der GCE-Direktor Franz Eisentraut, "mit welcher Begeisterung die Siebtklässler Hörspiele aufnehmen. Oder andere Themen aufgreifen. Andere Schüler sind zum Beispiel jetzt mit einem Erklärvideo aus der Geografie bei Youtube online gegangen".

Beiträge fürs Netz oder fürs Radio

Die Schüler machen Beiträge, die entweder über Radio Mainwelle gesendet werden oder über die Homepage der Schule (www.gce-bayreuth.de) auf einer eigenen Seite abrufbar sind, die am Montag online gehen soll. GCE-inside heißt die Seite für die Beiträge, mit denen die Schüler Informationen über die Schule bekommen - wie "Zehn Fakten übers GCE" oder eine kleine Sendung, was man in Bayreuth in den Ferien unternehmen kann. Phil Funfak betreut die Schülerinnen bei dem Projekt als Radio-Coach. "Man muss Lust darauf haben", sagen die jungen Radio-Macherinnen. "Man darf nicht zu viel Quatsch machen." Und man müsse "selbstbewusst sein, um auf Leute zugehen zu können, die man nicht kennt". Die Schule habe inzwischen "einen eigenen Kanal für das Schulradio beantragt", sagt Anna Rädlein-Braun. "Wir wollen alle sieben bis zehn Tage einen neuen Beitrag bringen", sagt die Lehrerin. "Manchmal ist es schon schwer, die entsprechenden Informationen zu bekommen", sagt Elsa Schrode. Und es sei dann durchaus stressig, rechtzeitig fertig zu werden, finden die drei Siebtklässlerinnen.

Zwölfteilige Serie übers Opernhaus

Neben dem Projekt, das sich themenmäßig hauptsächlich um das Gymnasium dreht, arbeiten die älteren Schüler zusammen mit Christian Höreth von Radio Mainwelle an einem Thema, das in Bayreuth aktuell ganz oben auf der Interessens-Liste steht: einer zwölfteiligen Hörspielserie über das Markgräfliche Opernhaus. Schließlich wird das Weltkulturerbe nach sechs Jahren Restaurierung am 12. April wiedereröffnet. "Die Folgen der Serie haben die Schüler alle selbst geschrieben und recherchiert", sagt Christian Höreth. "Ich habe die Arbeit der Schüler redigiert, sie sind beim Schneiden der Gespräche mit dabei und helfen mir." Die Serie, für die Experten befragt werden, deren Folgen von Schauspielern gesprochen werden, wie Höreth sagt, soll in den zwei Wochen vor der Eröffnung des Opernhauses im Radio laufen, auch eine CD sei geplant, "weil viele spannende Neuigkeiten rund ums Opernhaus beleuchtet werden".