Die Organisation fordert die Politik zum Handeln auf. "Bundesumweltminister Carsten Schneider muss das geplante Textilgesetz deshalb zu einem echten Anti-Fast-Fashion-Gesetz machen." Überproduktion, Ressourcenverschwendung und Geschäfte auf Kosten von Umwelt und Gesundheit dürften sich nicht länger rechnen. Schneider hatte im Frühjahr Eckpunkte für das Textilgesetz vorgestellt. Bekleidungshersteller sollen demnach künftig für Sammlung und Entsorgung auch finanziell geradestehen.
Asiatische Plattformen auf dem Vormarsch
Auf Shein verkaufte Kleidung ist zum Teil stark mit Chemikalien belastet, wie im Juni aus Untersuchungen des Bremer Umweltinstituts im Auftrag der DUH hervorging. 7 von 18 getesteten Kleidungsstücken verstießen demnach gegen EU-Grenzwerte. "Wir nehmen die von der DUH vorgebrachten Vorwürfe sehr ernst", erklärte Shein damals auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch andere Online-Billigplattformen fielen bei Tests negativ auf.
Asiatische Shoppingplattformen gewannen in Deutschland zuletzt weiter an Bedeutung. Auf Anbieter wie Temu, Shein und AliExpress entfielen im zweiten Quartal nach Angaben des Branchenverbandes Bevh 5,3 Prozent der Onlinehandelsumsätze - ein Rekordwert. Zwischen April und Juni steigerten die Portale ihre Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 20 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro.