Serie „Sagenhafte Plätzchen aus dem Fichtelgebirge“ Warten auf das eigene Christkind

Brigitte Gschwendtner
Mit Walnüssen aus dem eigenen Garten findet der Waldershofer Gourmet-Koch Matthias Kastner seine Lieblingsplätzchen besonders fein. Foto: /pr

Für Verena und Matthias Kastner wird die Weihnachtszeit aufregend: Ihr Sohn kommt zur Welt. Als Nervennahrung naschen die Caterer aus Waldershof Nussplätzchen nach Oma Gerdas Rezept.

Waldershof - Auf besondere Festtage bereitet sich ein junges Ehepaar vor, das in der heimschen Gastro-Szene viel von sich reden macht: Verena und Matthias Kastner freuen sich auf ihr erstes Kind. Weil es Ende des Jahres geboren wird, pausiert der Gourmet-Catering-Service der 23 und 26 Jahre alten Waldershofer nach dem dritten Adventssonntag bis Januar.

Ihre Plätzchen haben die werdenden Eltern vorsichtshalber schon gebacken – schön biologisch mit Walnüssen aus dem eigenen Garten, erklärt Matthias Kastner, der für die Advents-Serie das Lieblings-Rezept seiner Oma Gerda Michl verrät.

Viel Catering für Weihnachtsfeiern

Die Kastners liefern­ fast vier Jahre lang unter dem Motto „Sunday Roast“ edle Menüs servierfertig nach Hause. Seit der Pandemie boomt ihr Konzept. Derzeit gebe es wieder sehr viele Bestellungen, freuen sich die Alexander-Hermann-Schüler. Neben Privatkunden buchten etliche Firmen Caterings für einzelne Abteilungen, um Corona-konform Weihnachten zu feiern.

„Ein kleiner Rahmen ist in der aktuellen Situation die ideale Lösung“, erklärt Matthias Kastner. Die Nachfrage bei Ihm sei so hoch, dass er gar nicht alle Wünsche erfüllen könne.

Restaurant-Wahl noch unentschieden

Ziel des Paars bleibe die Eröffnung eines Restaurants in Marktredwitz. Wie berichtet, wären die Kastners im renovierten „Goldenen Löwen“ in Dörflas sowie in einem der geplanten Lokale am Stadtpark sehr gerne gesehener Mieter. Vorgespräche gab es bereits. Doch die Waldershofer haben noch immer nichts entschieden; die Planung laufe noch. „Aktuell betreiben wir Catering im Vollerwerb. Dieses Konzept funktioniert in Pandemie-Zeiten perfekt“, sagt Matthias Kastner.

In seiner Familie sei schon immer viel Wert auf gutes Essen gelegt worden, bei seinen Eltern wie bei seinen Groß­eltern, erzählt der 26-Jährige. Anzunehmen ist, dass der Gourmet-Koch seinem Sohn dieses Erbe ebenfalls in die Wiege legen wird.

Kastners Walnussplätzchen
Die Zutaten für den Teig:
150 Gramm Butter
75 Gramm Zucker
1 Ei
80 Gramm geriebene Walnüsse
250 Gramm Weizenmehl
1 Prise Salz

Die Zutaten Belag:
50 Gramm Butter
50 Gramm Zucker
40 Gramm gemahlene Walnüsse
75 Gramm Aprikosenkonfitüre
1 Esslöffel Rum
etwa 30 halbe Walnüsse
Puderzucker zum Bestreuen

Die Zubereitung
Teigzutaten verkneten.
Eine Stunde kühl ruhen lassen.
Fünf Millimeter dick ausrollen, dann runde Plätzchen ausstechen.
Auf einem Blech mit Backpapier bei 180 Grad auf mittlerer Schiene zehn bis fünfzehn Minuten backen.
Auskühlen lassen.
Die Butter erwärmen, mit allen Zutaten für den Belag mischen und die Plätzchen auf der Unterseite bestreichen.
Je zwei Stück zusammensetzen und mit Füllung die halben Walnüsse befestigen.
Auf einem Gitter trocknen lassen.
Mit Puderzucker bestreuen.

Adventskalender mal anders: In der neuen Frankenpost-Serie erklärt täglich ein Backprofi aus dem Fichtelgebirge, warum er eine Plätzchensorte sagenhaft gut findet und wie sich diese Leckerei am einfachsten­ zubereiten lässt.

 

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