30 Jahre Bayerisches Brauereimuseum heißt für den Kulmbacher Martin Ständner auch 30 Jahre spannender Arbeitsplatz – von Anfang an war er dabei. In seiner einstigen Stammkneipe, dem legendären „Pinguin“, hatte er Sigrid Daum kennengelernt, die ihm von ihrer Arbeit am Konzept für ein Brauereimuseum im Kulmbacher Mönchshof erzählte. Er war sofort Feuer und Flamme für dieses Projekt und hielt sich bei diversen Kneipenbesuchen immer auf dem Laufenden. Als die Zeit gekommen war, geeignetes Personal für den Museumsbetrieb einzustellen, bot ihm Sigrid Daum einen Job als Kassierer und Museumsführer an, den er unverzüglich annahm und „nie bereute“.

Martin Ständner war zwar gelernter Schriftsetzer, schickte sich aber schnell in seinen neuen Aufgabenbereich ein, teilte die Begeisterung der beiden „Museumsmacher“ Sigrid Daum und Bernhard Sauermann. Aus eigenem Antrieb sog er alles Wissenswerte über Biergeschichte, Braukultur und -technik mit großem Eifer in sich auf und schaute dabei auch weit „über den Tellerrand hinaus“. Er bereiste gerne Regionen, die für ihre Bierspezialitäten bekannt waren, forschte nach schon längst in Vergessenheit geratenen Bieren und besuchte unzählige Brauereien – Bierverkostung inklusive. Er entdeckte für sich die faszinierende Welt der Bieraromen und ließ sich schließlich zum Biersommelier ausbilden.