Seltener Wurf: Kälber-Drillinge

Flecki, Blacky und Berta sind eine kleine Sensation: Alle drei schwarz-bunten Kälbchen sind nach ihrer bei Rindern sehr seltenen Drillingsgeburt wohlauf, wie der Bauer Benjamin Bentz aus Groß Sachau bei Clenze am Ostermontag sagte. «Sie sind jetzt sechs Wochen alt und damit über den Berg», erklärte der Rinderhalter aus dem Wendland.

Milchbauer Benjamin Bentz (rechts) hockt mit seiner 14 Monate alten Tochter Emma in Groß Sachau neben den drei sechs Wochen alten Drillings-Kälbchen Flecki, Blacky und Berta. Die Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Kälber-Drillingsgeburt liegt nach Angaben eines Experten bei eins zu einer Millionen. Foto: Björn Vogt/dpa Foto: red

«Noch dazu sind sie auf vollkommen natürliche Art entstanden, ohne Hormonbehandlung», versicherte Bentz. Die Mutterkuh habe sich mit dem Deckbullen auf einer Wiese vergnügt, ein «Natursprung». Mit seiner Tochter Emma besucht der Landwirt die Drillinge täglich im Stall. Emma liebe die großäugigen Kälbchen.

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Eine Drillingsgeburt bei Rindern sei extrem selten, vor allem, wenn wie in diesem Fall alle drei Tiere die Geburt überleben, sagt Wolfgang Ehrecke, Sprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Bei einem Bestand von rund 570 000 Milchkühen und etwa 700 000 Geburten pro Jahr in Niedersachsen kommen Drillingsgeburten laut Ehrecke ein bis zwei Mal pro Jahr vor. Anderthalb bis zwei Prozent der Geburten sind Zwillingsgeburten.

Die am 27. Februar geborenen Drillinge bleiben erstmal im Stall. Normalerweise würden die Kälbchen nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und allein in sogenannten Iglus aufgezogen. Die Drillinge aber dürfen zusammen bleiben, erläuterte der Landwirt.

dpa