Von den insgesamt 300 Figuren, die Hörl zu Beginn der Festspielzeit aufgestellt hat, sind etwa 80 aus dem Festspielpark gestohlen worden. Drei am Tag, schätzt Hörl, einige sind beschädigt worden. Und das trotz Sicherheitspersonal. Rund 16.000 Euro hat Hörl für die Bodyguards der Mini-Wagners ausgegeben. „Diese Riesenfläche zu schützen, ist fast unmöglich“, sagt Hörl. Am Abend habe er Figuren aufgestellt, am nächsten Tag waren sie schon wieder weg. Ohne die Sicherheitsleute wären es vielleicht noch mehr gewesen, sagt Hörl.

Produktion geht weiter

Die kleinen Wagners sind beliebt. Etwa 250 hat er bisher verkauft – die aus dem Festspielpark und die im Laden in der Kanzleistraße. Den hat er zum Ende der Festspiele geschlossen.

Die Produktion der Figuren geht aber weiter. Mehr als 50 Bestellungen gibt es schon. Aus aller Welt, sagt Hörl. „Wir haben Werbung für die Stadt Bayreuth gemacht, und zwar weltweit“, sagt der Künstler. Mehr als 500 internationale Veröffentlichungen zu seiner Bayreuther Installation hat Hörl gezählt. Die Reaktionen, auch der Festspielgäste, seien durchweg positiv gewesen. Nur bei einigen Bayreuthern sei die Installation zunächst auf Ablehnung gestoßen, und bei der Bayerischen Garten- und Schlösserverwaltung. Die habe sich stur gestellt, sagt Hörl.

An Genehmigungen gescheitert

Ursprünglich wollte er seine Figuren auch in der Innenstadt aufstellen. An den Genehmigungen sei es gescheitert: In den Parks durfte er nicht ausstellen. Und die Figuren nur an den Straßen aufzustellen, das sei dem Künstler zu riskant gewesen. Die hätten da nicht lange gestanden, sagt er.

Das seien die unangenehmen Begleiterscheinungen seiner Kunst im öffentlichen Raum: „Eigentlich will ja niemand, dass ich hier eine künstlerische Arbeit mache.“ Wenn die dann aber erfolgreich ist, finden es doch viele gut, sagt Hörl. Bayreuth könne von solchen Arbeiten nur profitieren, „außer meiner gab es sonst ja nichts“.

Kosten in etwa gedeckt

Die Installation hat der Künstler größtenteils selbst finanziert. Zwischen 120.000 und 150.000 Euro koste so ein Projekt. Je 20.000 Euro habe er von der Stadt Bayreuth und vom Staat Bayern bekommen. Den Rest hat er selbst gezahlt. Mit dem Verkauf der Figuren seien die Kosten für das Projekt in etwa gedeckt, sagt Hörl.

Seine nächsten Installationen sind schon in Planung. Drei Großprojekte soll es in diesem Jahr noch geben, in Bamberg, Frankfurt und Aachen. Nächstes Jahr möchte der Künstler wieder nach Bayreuth kommen und etwas anderes machen. Etwas, das vielleicht nachhaltiger ist, sagt Hörl. Der Stadt werde es nichts kosten. Mehr verrät er noch nicht.

Foto: Wittek