Osterbrunnen in der Region Ein Fest in blau und gelb

Gabi Schnetter

Nach zwei Jahren Corona-Pause in ganz vielen Städten und Dörfern gibt es in diesem Jahr erstmals wieder geschmückte Osterbrunnen. Das Fest steht aber auch im Zeichen des Krieges in der Ukraine.

Nach zwei Jahren Corona-Pause in ganz vielen Städten und Dörfern gibt es in diesem Jahr erstmals wieder geschmückte Osterbrunnen und ganze Frühlingslandschaften rund um Wasserstellen.

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Wasserarmut als Grund

Der Hintergrund des in der Fränkischen Schweiz entstandenen Brauches ist die Wasserarmut in dieser Region. Dem kühlen Nass kam daher schon immer ein besonders hoher Stellenwert zu. Und so verband man im Frühjahr die Reinigung der für die Trinkwasserversorgung wichtigen Brunnen und Quellen mit einem bunten Schmuck.

Donndorf schmückt blau-gelb

In diesem Jahr wird an manchen Brunnen auch der Ukraine-Krieg thematisiert.

In den ukrainischen Farben blau und gelb hat die Siedlergemeinschaft Donndorf am Samstag vor dem Palmsonntag den Brunnen im Park vor Schloss Fantaisie geschmückt. Das Besondere daran ist die farbliche Verbindung zur Gemeinde Eckersdorf. Denn die Flagge der Gemeinde ist ebenfalls blau- und gelbgrundig.

Sympathie-Bekundung

Die Idee zur Neugestaltung der Eier und gleichzeitig zu einer Sympathie-Bekundung für die Ukraine wurde bei der letzten Vorstandssitzung der 550 Mitglieder zählenden Siedlergemeinschaft geboren, berichtet Manfred Franke, seit 2008 Vorsitzender des Vereins.

Er freute sich außerdem, dass nach zweijähriger Corona-Pause viele Rentner als fleißige Helfer für den sehr aktiven Verein gewonnen werden konnten. Rund zehn von ihnen – vor allem Männer – waren im Vorfeld damit beschäftigt die Girlanden zu binden. Wegen der in früheren Zeiten oftmals beschädigten ausgeblasenen Eier hatte die Siedlergemeinschaft schon vor Jahren auf Plastikeier umgestellt.