Seehofer verspricht ausreichend Geld für neunjährige Gymnasialzeit

Die Pilotphase für eine neunjährige Gymnasialzeit an 47 Schulen soll nicht am Geld scheitern. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) stellt für den Fall unerwartet großen Andrangs in Aussicht: „Wenn die Bevölkerung sich in diesem Ausmaß entscheidet, werden auch die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt“, sagte der CSU-Chef am Samstag zum Abschluss einer Klausur des Parteivorstands im Kloster Andechs bei München.

Der Pilotversuch soll im nächsten Schuljahr beginnen. Die offiziellen Anmeldezahlen liegen noch nicht vor. Doch ist der Zulauf zum neunjährigen Gymnasium mit der „Mittelstufe plus“ nach Einschätzung des Bayerischen Philologenverbands größer als erwartet.

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Im Dauerstreit mit den Naturschutzverbänden und den Grünen um den fortschreitenden Flächenfraß in Bayern will Seehofer nun ein neues Bodenschutzprogramm ausarbeiten lassen. „Der Flächenschutz und die Verhinderung von Zersiedlung sind uns ein ganz wichtiges Anliegen.“ Ein solches Bodenschutzprogramm habe es früher schon gegeben. „Ich denke, das muss aktualisiert werden.“

Die Anregung kam von Hubert Weiger, dem Chef des Bundes Naturschutz in Bayern (BN). Der Anlass: Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte kürzlich eine Lockerung der Vorschriften für neue Gewerbegebiete und Hotels in der Nähe von Autobahnen und großen Straßen angekündigt. Das hatte die Naturschützer erzürnt, nun will Seehofer offensichtlich an anderer Stelle für Ausgleich sorgen.

Und auch das Münchner Musikleben war Thema im Kloster. Die Debatte um einen Münchner Konzertsaal auf Weltniveau wird durch ein neues Gutachten befeuert, über dessen Inhalt die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag) berichtete. Demnach ist die von Seehofer und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (CSU) angedachte „Zwillingslösung“ nicht übermäßig sinnvoll, die beide Münchner Spitzenorchester in einem gemeinsamen Konzertsaal unterbringen sollte.

Seehofer will nun ein weiteres Mal mit Reiter sprechen. „Wir werden einen Termin zustande bringen oder ein Telefonat.“ Offensichtlich soll doch noch einmal darüber geredet werden, ob das bisher heimatlose Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks einen eigenen Saal bekommen könnte.

dpa