Seebühnenfestival Helge Schneider: „Let’s Lach“

Seit einigen Tagen kann man beobachten, wie das kulturelle Leben in Bayreuth aufblüht. In diesem Sommer soll es auch wieder das Seebühnenfestival in der Wilhelminenaue geben. Mit dabei: Konstantin Wecker, Bodo Wartke, Helge Schneider und Herbert Pixner.

Bayreuth - Derzeit kalkuliert man mit 500 Tickets pro Auftritt. Sollte die Corona-Pandemie weiter abflauen, wären sogar 700 möglich, wie Matthias Mayer von der Agentur Motion im Gespräch mit dem Kurier sagt.

Dass das Einhalten von Abständen auf dem weitläufigen Gelände gut möglich ist, hat ja das vergangenen Jahr bewiesen. Dieses wirkt nach und durchaus auch im positiven Sinn. Denn wie Mayer sagt, habe sich herumgesprochen, dass man in Bayreuth 2020 wohl das schönste Sommerfestival in ganz Bayern auf die Beine gestellt habe. Eingebettet in die „Bayreuth Summertime“ holt das Seebühnenfestival auch dieses Jahr wieder bekannte Künstler nach Bayreuth.

Für den Start sorgt am Sonntag, 1. August, allerdings eine lokale Formation. „Mit dem Konzert von Six Pack wollen wir bewusst ein Zeichen setzen, dass auch lokale Künstler auf der Seebühne einen Platz finden sollen“, sagt Mayer. Die A-cappella-Comedy-Truppe hatte kurz vor Ausbruch der Pandemie ihr neues Bühnenprogramm „Goldsinger“ vorgestellt – seitdem ruhte das Geschehen. Für die Fans nun eine gute Gelegenheit, das neue Programm kennenzulernen.

Völlig andere musikalische Akzente setzen Hans Söllner und seine Band Bayaman’Sissdem am Freitag, 6. August, die ihr im Vorjahr ausgefallenes Konzert auf der Seebühne nachholen. Der Liedermacher aus Berchtesgaden darf sich von Beginn seiner Karriere an mit dem Namen Querdenker schmücken, lange bevor das Wort die heutigen Assoziationen auslöste. Der selbsternannte bayerische Rastafari, dessen Songs ebenso im Reggae wurzeln wie in der amerikanischen Liedermachertradition, singt gegen die Mächtigen und für eine bessere Welt – und das auf gewohnt grantelnd-schelmische Art und Weise.

Weiter geht es am Sonntag, 8. August, mit Helge Schneider, dessen neues Programm „Let’s Lach“ seine Kunst bestens beschreibt. Wer bei seinem Konzert im Vorjahr auf der Seebühne dabei war, weiß dass Schneider sowohl hemmungslosen Wortwitz als auch großartige Jazzeinlagen meisterhaft beherrscht.

Ebenfalls bereits im Vorjahr zu sehen war Martina Schwarzmann, die am Montag, 9. August, um 17 Uhr und 20.30 Uhr mit ihrem Programm „Genau richtig“ gleich zwei Mal zu Gast auf der Seebühne sein wird. Die Oberbayerin gilt derzeit als erfolgreichste bayerische Kabarettistin.

Mit Konstantin Wecker kehrt der wohl bekannteste deutsche Liedermacher am Dienstag, 10. August, nach über acht Jahren für ein Konzert nach Bayreuth zurück. „Poesie und Musik können vielleicht nicht die Welt verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen“, lautet das Credo des mittlerweile 74-jährigen Münchners. In seinem Soloprogramm gibt Wecker allein am Flügel Einblicke in sein jahrzehntelanges Schaffen.

Steht bei Wecker das Wort im Vordergrund, kommt das Herbert Pixner Projekt ganz ohne Worte aus. Das instrumentale Musikprojekt aus Süd- und Osttirol, am Mittwoch, 11. August, auf der Seebühne zu sehen, zählt seit Jahren zu den beliebtesten Acts der „progressiven Volksmusik“.

Den Abschluss des Seebühnenfestivals bestreitet am Sonntag, 15. August, mit Bodo Wartke ein wahrer Meister der Worte. In seinem neuen Programm „Wandelmut“ erforscht der norddeutsche Klavierkabarettist das Wechselspiel von Stetigkeit und Wandel und plädiert in Zeiten von Klimawandel und dem Erstarken demokratiefeindlicher Ansichten für Mut, Fantasie und klare Kante.


Info: Tickets gibt es ab Montag, 14. Juni, unter www.seebuehne-bayreuth.de und auch in der Kurier-Geschäftsstelle.

Autor

 

Bilder