Sechster Ausländer Osvaldas Olisevicius neu im Medi-Team

Zweiter Anlauf für Osvaldas Olisevicius: In Bayreuth will er beweisen, dass er sich im Vergleich zum kurzen Gastspiel 2017 in Würzburg weiterentwickelt hat. Foto: Heiko Becker/Imago Images

BASKETBALL. Wenn Trainer Raoul Korner in der übernächsten Woche mit der Vorbereitung auf die neue Bundesligasaison beginnen wird, steht ihm ein kompletter Kader zur Verfügung. Für die bislang noch offene sechste Ausländerstelle gab der Klub am Mittwoch die Verpflichtung von Osvaldas Olisevicius bekannt. Der genau zwei Meter große, 27-jährige Flügelspieler kommt von Neptunas Klaipeda in seinem Heimatland Litauen, hat aber auch schon einmal in der BBL gespielt.

„Wir haben jemanden gesucht, der die Qualität hat, eine klar definierte Rolle mit hoher Energie und Cleverness auszufüllen, und dabei das bestehende Kaderkonstrukt unterstützt, ohne es aus dem Gleichgewicht zu bringen“, wird Korner in der Medi-Mitteilung zitiert. „Osvaldas hat diese Fähigkeit. Er kann die Positionen vier und drei spielen, verfügt über einen exzellenten Wurf von außen und einen hohen Basketball-IQ.“

Dabei lässt sich der Coach nicht davon beirren, dass Olisevicius bei seinem ersten Gastspiel in der BBL keinen sehr großen Eindruck hinterlassen hat. Sein Vertrag bei S.O. Würzburg für die Saison 2017/18 wurde nach nur zehn Einsätzen aufgelöst, und er kehrte in sein Heimatland zu Pieno Pasvalys zurück, wo 2014 seine Profilaufbahn begonnen hatte. Lediglich zehn Minuten Einsatzzeit pro Spiel hatte ihm der damalige Würzburger Trainer Dirk Bauermann zugestanden, in denen er durchschnittlich 4,6 Punkte und 1,6 Rebounds sammelte. „Er hat seit seiner Zeit in Würzburg noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht“, betont Korner. „Unter anderem in der Champions League hat er gezeigt, dass er einem Team viele Kleinigkeiten geben kann.“

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Tatsächlich entwickelte sich der ehemalige litauische Jugend-Nationalspieler (Zweiter der U16-EM 2009, Vierter der U17-WM 2010, Fünfter der U18-EM 2011) in den vergangenen beiden Jahren bei Neptuns Klaipeda zu einem Leistungsträger auf europäischem Niveau. In der Champions-League-Saison 2018/19 trug er in gut 21 Minuten Einsatzzeit (nur drei Amerikaner standen länger auf dem Feld) 8,8 Punkte und 3,3 Rebounds dazu bei, dass die Litauer die Playoffs erreichten, in denen sie dann an Hapoel Jerusalem scheiterten.

Zweimal Gegner von Medi Bayreuth

Dabei ließen sie in der Gruppenphase auch Medi Bayreuth hinter sich, obwohl sie in der Oberfrankenhalle mit 78:102 chancenlos geblieben waren. Ein wichtiger Schritt war die Revanche im Rückspiel mit 83:73, zu der Olisevicius neun Punkte und fünf Rebounds beitrug. In der vergangenen Runde reichten dann 6:8 Siege nicht mehr zum Einzug unter die besten 16 Mannschaften, obwohl Olisevicius seine persönliche Bilanz mit 8,6 Punkten und 3,1 Rebounds nahezu genau wiederholte. Innerhalb der litauischen Liga lag Neptunas Klaipeda vor dem Abbruch der Saison an vierte Stelle, wobei der Neu-Bayreuther mit 10,1 Punkten und 3,5 Rebounds notiert war.


Info: Trainer Raoul Korner und sein Assistent Lars Masell steht nun dieser Kader zur Verfügung: Bastian Doreth, Nico Wenzl, Philip Jalalpoor, Dererk Pardon, Matthew Tiby, Frank Bartley, Andreas Seiferth, Ryan Woolridge, Kay Bruhnke, David Walker, Osvaldas Olisevicius.