Sechs Mal unbesiegt Altstädter lassen Rosenheimer 3:0 abblitzen

Da war die Vorentscheidung gefallen: In der 50. Minute köpfte Edwin Schwarz (Nr. 5) eine Ecke von Ivan Knezevic zum 3:0 in die Rosenheimer 
Maschen, es war sein erster Treffer im Altstädter Trikot. Foto: Peter Kolb

FUßBALL. Zum sechsten Mal in Folge blieb die SpVgg Bayreuth in der Regionalliga Bayern unbesiegt und betrieb am Freitag Abend im Duell mit dem TSV 1860 Rosenheim, gegen den man zuvor viermal in Folge nicht gewonnen hatte, beste Werbung für das am kommenden Freitag steigende Heimspiel gegen den als Topfavoriten gehandelten Neuling Türkgücü München. Der 3:0 (2:0)-Erfolg über den bisherigen Angstgegner hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können, hätten die Altstädter ihre vielen Chancen konsequenter verwertet.

Zum dritten Mal hintereinander baute SpVgg-Trainer Timo Rost in einem Punktspiel auf die gleiche Anfangsformation, nachdem er das Team beim Pokal-K.o. in Vilzing auf sechs Positionen verändert hatte. Bei den Gästen stand erstmals Alin Goia zwischen den Pfosten, der mit 1,94 m Gardemaß aufweisende rumänische Routinier war dieser Tage vom Kooperationspartner SB Rosenheim zum Ortsrivalen an die Jahnstraße gewechselt und soll der zuletzt recht anfälligen Deckung mehr Sicherheit verleihen. Und seine erste gute Aktion verzeichnete der 31-Jährige nach gerade einmal zwei Minuten, als er einen Kopfball von Johannes Golla im Anschluss an einen Freistoß auf der Linie entschärfte.

Weiter im Angriffsmodus

Im Angriffsmodus gingen die Platzherren weiter zu Werke, man merkte man ihnen deutlich an, dass sie darauf aus waren, die Schmach von Vilzing zu tilgen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung war das schnelle Führungstor, als Alexander Piller gegen die nach der langen Anreise noch unsortierte TSV-Deckung zu einem Alleingang auf der linken Seite ansetzte, von der Auslinie nach innen passte und Ivan Knezevic überlegt aus zehn Metern einschoss (5.). Hohes Bayreuther Anlaufen verhinderte ein ums andere Mal einen geregelten Spielaufbau der Oberbayern, die sichtlich Mühe hatten, den quirligen und mit vielen Ballstafetten aufwartenden Altstädtern einigermaßen Paroli zu bieten.

Altstädter Chancen im Überfluss

Und diese hatten Chancen zuhauf, den Vorsprung auszubauen: Der auffällige Patrick Weimar, der zusammen mit Chris Wolf das Altstädter Spiel ankurbelte, setzte einen Kopfball knapp über die Querlatte (13.), Knezevic zwang Goia nach einer Wolf-Vorarbeit zu einer Glanztat (19.). Piller zielte nach einer Vorarbeit von Anton Makarenko aus spitzem Winkel nur knapp vorbei (26.), beziehungsweise fand in Goia seinen Meister (28.). Die gleiche Erfahrung machte Christoph Fenninger auf Vorlage von Knezevic (39.). Es dauerte bis kurz vor dem Wechsel, bis das längst fällige 2:0 fiel: Abermals nach Knezevic-Vorlage überwand Fenninger nach einem Alleingang den Rosenheimer Schlussmann mit einem Heber.

Zu harmlose Oberbayern

Gelegenheiten der Elf von Thomas Kasparetti suchte man bis zur 30. Minute vergebens, und da verzog der freistehende Markus Sattelberger kläglich. Das sollte aber neben einem Vorstoß von Laurin Demolli, dem SpVgg-Torwart Sebastian Kolbe den Ball vom Fuß stahl (36.), eine der wenigen Situationen sein, in der die Bayreuther Deckung einmal den Überblick verlor. Ansonsten waren die Offensivkräfte der Gäste bei Tobias Weber, Edwin Schwarz, Philipp Messingschlager und Johannes Golla gut aufgehoben.

Offensiv ging es auch in Abschnitt zwei weiter, es blieb beim Altstädter Einbahnstraßenfußball Richtung Rosenheimer Gehäuse. Binnen 120 Sekunden hatte Makarenko, der tags zuvor seinen 31. Geburtstag gefeiert hatte, gleich zwei Gelegenheiten, das Resultat in die Höhe zu schrauben. Das besorgte dann Schwarz, der nach der dritten Altstädter Ecke durch Knezevic per Kopf seinen ersten Treffer im SpVgg-Dress markierte (50.), der bereits vorentscheidenden Charakter hatte.

Und die Gäste? Fanden nach der Gelegenheit von Danijel Majdancevic, der kurz vor dem dritten Bayreuther Treffer das einheimische Gehäuse haarscharf verfehlt hatte (49.) und bei einem Tor die Partie hätte vielleicht etwas spannender gestalten können, nur mehr phasenweise statt. Nämlich dann, als es die Bayreuther angesichts ihres klaren Vorsprungs etwas ruhiger angehen ließen. Der Überlegenheit der Rost-Truppe tat dies aber keinen Abbruch, zu hausbacken präsentierten sich die Innstädter.

Statistik

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Golla, Weber, Schwarz, Messingschlager – Makarenko (68. Marinkovic), Weimar (77. Kracun), Wolf, Piller (62. Schiller) – Fenninger, Knezevic.

TSV 1860 Rosenheim: Goia – Sattelberger, C. Wallner, Lenz, Fambo (72. Merdan) – Linner (55. Hölzl), Demolli, L. Shabani (72. Mayerl), Moser – Mushkolaj, Majdancevic.

SR: Ehwald (Geldersheim);

Ecken: 3:0; Zuschauer: 812.

Tore: 1:0 Knezevic (5.), 2:0 Fenninger (44.), 3:0 Schwarz (50.).

Gelbe Karte: Weber (SpVgg).

 

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