Schwerer Saisonstart Haspo-Teams gleich mit Personalsorgen

Gleich wieder Verletzungspech: Kapitän Paul Saborowski wird beim Haspo-Start nicht dabei sein, nachdem sich der Linkshänder im Training einen Außenbandriss im Fuß zugezogen hat. Foto: Peter Kolb

HANDBALL. Das Warten hat ein Ende: Nach langen und kräftezehrenden Monaten der Vorbereitung geht es für die Bayernliga-Männer von Haspo Bayreuth am Samstag endlich los. Um 19.30 Uhr wird die Zweitliga-Reserve der DJK Rimpar zum Saisonstart im Schulzentrum Ost gleich ein erster Prüfstein.

Seit Mitte Juni befindet sich das Team der Trainer Michael Werner und Marc Brückner im „Saft“ und hat in den vergangenen Wochen unterstrichen, dass es bereit ist. Athletiktrainer Alexander Daut hat die Mannschaft durch sein umfangreiches Programm in Form gebracht und die Grundlage für den handballerischen Teil gelegt, an dem die beiden Chef-Trainer intensiv mit dem teilweise erneuerten Kader gearbeitet haben. Neben zwei Siegen gegen Drittligisten in Vorbereitungsspielen (Oranienburger HC und SC DHfK Leipzig II), sprang auch ein Turniersieg beim Holzlandpokal in Hermsdorf heraus. All die viel versprechenden Ergebnisse garantieren am Samstag jedoch noch keine Punkte.

Der Vorjahresvierte aus Unterfranken geht mit zwei neuen Trainern in die Saison. Mit Stefan Schmitt und Sebastian Kraus haben die Jungwölfe nun wie Haspo ein Doppelgespann, das über reichlich Erfahrung aus aktiver Zeit verfügt und diese nun an das junge Team weitergeben möchte.

„Alles in die Waagschale werfen“

Haspo-Coach Michael Werner möchte allerdings gar nicht so sehr auf den Gegner schauen: „Wir sind froh, dass es endlich los geht und freuen uns, das erste Spiel zu Hause spielen zu dürfen. Es wird sicherlich keine leichte Aufgabe, aber die wird es in dieser Saison sowieso nicht geben. Wir im Trainerteam sind uns sicher, dass unsere Truppe alles in die Waagschale werfen wird, um mit einem Sieg zu starten. Das erste Spiel ist immer etwas Besonderes, weil man nicht genau weiß, wo man steht.“

Nicht mit dabei sein wird der Haspo-Kapitän Paul Saborowski, der sich vergangene Woche im Training einen Außenbandriss am Knöchel zuzog. Somit wird die Bayreuther Mannschaft von Co-Kapitän David Schreibelmayer angeführt werden, der nach dreijährigem Engagement in Leipzig nun wieder für seinen Heimatverein aufläuft. Des Weiteren noch nicht dabei sein wird der an der Schulter verletzte Christoph Tratnjek sowie voraussichtlich Fabio Nicola, der jedoch diese Woche schon wieder mit der Mannschaft trainieren konnte.

Haspo II gibt Landesliga-Debüt

Erstmals in der Vereinsgeschichte ist Haspo Bayreuth auch mit der zweiten Männer-Mannschaft oberhalb der Bezirksebene vertreten. Der Bezirksoberliga-Meister gibt sein Debüt in der Landesliga Nord am Samstag um 15.30 Uhr im Schulzentrum Ost gegen die HSG Lauf/Heroldsberg. Damit trifft das Team der Trainer Andreas Berghammer und Wolfgang Bunz gleich auf ein Schwergewicht der Liga. Vergangene Saison mischten die Mittelfranken lange im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz mit und schlossen letztlich auf dem vierten Rang ab.

Dass die Bayreuther Außenseiter sind und aller Wahrscheinlichkeit nach nur eine geringe Chance haben, ist Berghammer durchaus bewusst. „Uns Trainern und der Mannschaft ist klar, dass für uns am ersten Spieltag der Abstiegskampf beginnt. Wir müssen uns in den ersten Spielen erst einmal an die neue, höherklassige Liga gewöhnen. Allerdings werden wir von der kämpferischen Einstellung und Motivation alles reinwerfen, was geht, um es den Gegnern möglichst schwer zu machen“, stellt der Coach klar. Ob es am Ende gegen das erfahrene Team aus Lauf reicht, um es zumindest ein wenig zu ärgern, wird sich zeigen. Der Aufsteiger hat sich jedenfalls fest vorgenommen, jede sich bietende Chance zu nutzen. ⋌ds

Auch Damen nicht in Bestbesetzung

Für die Damen von Haspo Bayreuth wird der Bayernliga-Auftakt einmal mehr eine Standortbestimmung. Mit dem TSV Ismaning kommt am Samstag um 17.30 Uhr der Tabellenachte der Vorsaison nach Bayreuth, der somit einen Rang vor den Bayreutherinnen abschloss. Das Team des neuen Haspo-Trainers Udo Prediger lieferte in der Vorbereitung wechselhafte Ergebnisse ab, weshalb eine Saisonprognose sehr schwerfällt. „Natürlich wollen wir gerne mit einem Heimsieg starten. Für uns wird es darum gehen, ein gutes Gefühl zu entwickeln. Der Grundstein wird sein, die leichten Fehler zu vermeiden und sich in der Abwehr stabil zu präsentieren“, sagt Prediger.

Zum Punktspielstart muss der Übungsleiter auf ein paar Spielerinnen verzichten. Julia Dörfler fehlt verletzungsbedingt, und Katrin Lindner sowie Clara Benz sind privat verhindert. Antonia Wülfert, die auch ein Zweitspielrecht für die A-Jugend des 1. FC Nürnberg besitzt, ist erst ab Mitte Oktober spielberechtigt. Das vergangene Wochenende nutzte die Mannschaft um Kapitänin Kim Koppold noch einmal, um an der Feinabstimmung sowohl in Angriff als auch Abwehr zu feilen. Dazu trafen sich die Haspo-Damen zu einem zweitägigen Trainingslager im heimischen Schulzentrum Ost. Vieles wird auch davon abhängen, wie die Mannschaft mit Rückschlägen und Rückständen umgeht. „Wir müssen über 60 Minuten an uns glauben und auch weitermachen, wenn wir mal zurückliegen“, fordert Prediger.

 

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