Schwere Aufgabe Medi-Team empfängt eingespielten Vierten Oldenburg

Die Garanten des Oldenburger Erfolges: Zu den bereits im dritten Jahr zusammenspielenden Rasid Mahalbasic, Philipp Schwethelm, Rickey Paulding und Karsten Tadda (von rechts) gesellte sich Ende Oktober noch Tyler Larson (Zweiter von links). Foto: Manngold/Imago Images

BASKETBALL. Von seinen sechs Saisonsiegen hat Medi Bayreuth fünf gegen die momentan schlechter platzierten Teams erzielt, den anderen gegen den oberen Tabellennachbarn Löwen Braunschweig. Will der Bundesliga-Zwölfte den Anschluss zu den Playoff-Plätzen nicht wieder verlieren, wäre auch mal ein Erfolg über eine der Topmannschaften nötig. Die Gelegenheit dazu bietet sich zum Abschluss der Hinrunde am Sonntag um 15 Uhr gegen die Baskets Oldenburg.

 

„Das wäre ein big win“, sagt Raoul Korner. „Wir waren gegen viele Topteams knapp dran. Berlin, Ludwigsburg, München – wir hatten immer Chancen, konnten aber nicht gewinnen.“ Doch auch der Medi-Trainer weiß, dass gegen den Tabellenvierten nicht viel für seine Mannschaft spricht. Zu den statistischen Werten, die sogar eine leicht höhere Punktausbeute und auch die etwas besseren Wurfquoten ausweisen, ergänzt er: „Vielleicht noch der Heimvorteil.“ In der Oberfrankenhalle haben die Bayreuther immerhin fünf von elf Duellen für sich entschieden. Vom aktuellen Personal ordnet Korner die Oldenburger aber als drittstärkste Mannschaft hinter den Euroleague-Vertretern München und Berlin ein.

Kern der Mannschaft zusammengehalten

Ein Geheimnis des Erfolges der Niedersachsen – in der vergangenen Saison scheiterten sie als Hauptrundenzweiter im Halbfinale an den Berlinern, denen sie am 16. Februar im Pokalfinale wieder gegenüberstehen – ist sicherlich, dass der Kern der Mannschaft erneut gehalten werden konnte. „Mr. Oldenburg“ Rickey Paulding, Rasid Mahalbasic, Philipp Schwethelm und Karsten Tadda spielen ihre dritte Saison miteinander. „Das merkt man, wenn vier Starter ein paar Jahre zusammen sind. Sie sind eingespielt, schwer aus der Ruhe zu bringen und haben eine klare Hierarchie.“ Daran ändert auch die wieder etwas größere Rotation nichts, nachdem die Baskets diesmal nicht auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb (Eurocup) verzichtet haben.

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Zudem schlugen auch die Nachverpflichtungen Tyler Larson und Rückkehrer Armani Moore voll ein. „Beide geben dem Team etwas, was es bis jetzt nicht hatte. Larson ist ein Athlet auf der Pointguard-Position, und Moore bringt Physis auf der Vier.“ Aber auch Braydon Hobbs dürfe man nicht vergessen, der als „Shooter und überkreativer Spieler“ das Gegenstück zum aggressiven Larson sei. „Da sind sie sehr ausbalanciert.“

Genauso verhält es sich mit Moore zu den gefürchteten Distanzschützen Schwethelm und Nathan Boothe, den er momentan ersetzt. Der Power Forward, mit durchschnittlich 13,6 Punkten drittbester Scorer des Teams, hatte sich Anfang Dezember gegen Bamberg bei einem Blockversuch verletzt (Bruch des Schienbeinkopfes), seine Ausfalldauer wurde auf drei Monate beziffert. Gut für die Bayreuther, sollte man meinen, hatte der 25-jährige US-Amerikaner ihnen bei der 70:90-Heimniederlage in der vergangenen Saison doch 19 Punkte (5/5 Dreier) eingeschenkt. „Aber Moore hat mit seinen 26 Punkten gegen Frankfurt auch gezeigt, dass er eine große Rolle spielen kann.“

Freude auf Wiedersehen mit Robin Amaize

Eine größere Rolle als noch in München spielt auch der ausgeliehene Robin Amaize. „Das freut mich für ihn, und ich freue mich immer, wenn ich ihn wiedersehe“, sagt Korner, der den 25-Jährigen vor den beiden Jahren in Bayreuth auch schon drei Jahre in Braunschweig unter seinen Fittichen gehabt hatte. In seiner Funktion als österreichischer Nationaltrainer wird Korner Rasid Mahalbasic im eigenen Team haben – und das dann „definitiv lieber“ als in der BBL als Gegner.

 

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