Seife, Desinfektionsmittel und strikte Hygienevorschriften: diese Dinge haben in den vergangenen Wochen einen besonders hohen Stellenwert eingenommen. All dies lässt sich in dem kleinen Geschäft „Der Seifenladen“ von Luciana Hippe in Pegnitz finden. Doch nun muss Hippe ihren Laden dichtmachen – wegen des Corona-Virus. 

Das neuartige Virus breitet sich derzeit rasend schnell aus und die Zahlen an neuen Infektionen steigen tagtäglich an. Deutschland hat nun drastische Maßnahmen ergriffen, um gegen die Ausbreitung zu kämpfen. Bayern rief sogar den Katastrophenfall aus. Bestimmte Geschäfte des Einzelhandels werden geschlossen, Freizeitaktivitäten abgesagt und die Bevölkerung soll ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Banken und Tankstellen bleiben jedoch weiterhin geöffnet. 

In Hippes Laden gehen täglich Seifen und Desinfektionsmittel über den Tresen. Dinge, die auch in einem Drogeriemarkt erhältlich sind und für die Bevölkerung weiterhin zur Verfügung stehen sollen. Doch Hippe muss zumachen – völlig unverständlich für die Einzelhändlerin. Wie lange sie ihre Türen schließen muss, weiß sie nicht. Von der Schließung hat sie bei einem selbst getätigten Anruf erfahren. „Jede Arbeit finanziert sich daraus, was von den Kunden zurückkommt. Das kann man nicht ewig lange überbrücken“, so Hippe. Nun hofft sie, dass die derzeitige Lage schnell überstanden ist und sie bald wieder die Türen öffnen kann. Seit zehn Jahren macht sie Seife, seit sechs Jahren gewerblich. Jetzt endlich hat es mit ihrem Laden geklappt. Die Schließung sei nicht toll. Es sei unklar gewesen, wer alles schließen muss. „Nachdem ich Seife und Desinfektionsmittel im Angebot habe, rief ich an und dachte, sie sagen, es sei wie bei den Drogeriemärkten. Doch ich habe die Auskunft bekommen, nein, ich sei nicht erfasst auf der Liste der Läden, die offen bleiben dürfen. Ich denke, die wissen gar nicht, dass es einen Seifenladen gibt“, sagt Hippe.