„Der Stadtrat nimmt von den Ausführungen der Verwaltung Kenntnis und verweist die vorgestellte Diskussionsgrundlage für ein Haushaltskonsolidierungskonzept zur weiteren Bearbeitung der einzelnen Prüffelder in den um die Gruppierungssprecher ergänzten Verwaltungsausschuss.“ Mit diesem Beschluss in bestem Behördendeutsch hat der Kulmbacher Stadtrat am Donnerstag einstimmig den Weg für eine mögliche Konsolidierung des städtischen Haushalts freigegeben. Jeder Stein muss umgedreht, jede Ausgabe auf den Prüfstand gestellt werden, soll das Vorhaben gelingen, staatliche Stabilisierungshilfen zu bekommen, um die hohen Schulden der Stadt abzubauen. Erste Vorarbeiten hat Kämmerer Alexander Punzelt bereits geleistet. Auf 18 Seiten hat er defizitäre Positionen zusammengestellt und Einsparpotenziale vorgeschlagen. Welche das sind und was die Stadträte zu diesen Vorschlägen sagen, das soll die Öffentlichkeit vorerst nicht erfahren. Obwohl der Beschluss, das große Thema jetzt anzugehen, öffentlich gefasst wurde, sollte das Positionspapier den Bürgern nicht zugänglich gemacht werden. Gleiches gilt auch für die nun anstehenden Debatten. Sie finden im Verwaltungsausschuss statt und sind damit grundsätzlich nicht öffentlich.