Schülerempfang im Rathaus Was Bayreuths Schüler wollen

Valentin Tischer

Nach zwei Jahren Corona-Pause hat Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) das erste Mal Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Stadt empfangen, um sich ihre Sorgen, Probleme, Anregungen und Forderungen anzuhören. Am Montag waren etwa 50 Schüler und Lehrer ins Rathaus gekommen und der Redebedarf bei den Schülern war groß.

Kritik, Anregungen und sogar auch Lob äußerten die Schülerinnen und Schüler beim Empfang des Oberbürgermeisters im Rathaus. Foto: Valentin Tischer

Es sind Probleme, die bei jedem Schülerempfang der letzten Jahre angesprochen wurden: Stinkende Toiletten, Schimmel an den Wänden und alternde Gebäude. Auch dieses Jahr wieder. So fragte etwa Helene aus einer vierten Klasse in der Luitpoldschule: „Unsere Schule ist ja alt und kaputt. Im Hort sind die Wände geschimmelt und durch die Fenster kommt der Wind. Wann wird dann mal etwas getan?“ Auch Theresa aus der siebten Klasse am GMG fragte, ob die Toiletten in der Schule nicht renoviert werden könnten. Die Wände seien beschmiert, es gebe kaum Seife und Handtuchspender.

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Auf ihre Fragen antwortete Bürgermeister Ebersberger sinngemäß mit der gleichen Antwort: „Wir haben zu viel Bedarf und zu wenig Geld.“ Er versuchte den Schülern erklären, dass es einer Reihenfolge bedürfe, um die ganzen Mängel Stück für Stück zu beheben.

Die Schüler hatten aber nicht nur Kritik für ihre Gebäude übrig, sondern gaben auch einige Anregungen. Antonia aus der siebten Klasse am GCE wünschte sich beispielsweise, dass die Einfahrt zum Parkplatz ihrer Schule radfahrerfreundlicher gestaltet wird. Oliver aus der zehnten Klasse an der Kepler-Realschule und Sarah aus der siebten Klasse der Wirtschaftsschule regten mehr Busse an, damit die Schüler leichter nach Hause kommen oder mehr Freizeit nach der Schule genießen können.

Dank für Erneuerung der Sportanlage

Und dann gab es auch das ein oder andere Lob von den Schülern. Emil aus einer vierten Klasse an der Lerchenbühl-Schule bedankte sich etwa bei Ebersberger dafür, dass die Sportanlage erneuert wird. Er fragte aber im gleichen Zug, ob nicht ihr Klettergerüst, das wegen eines morschen Balkens gesperrt sei, repariert werden könnte.

Alle Kritik der Schüler und ihre Anregungen hörten sich der Oberbürgermeister, verschiedene Amtsleiter und auch einige Stadträte geduldig an. Für einige Probleme, etwa ein neues Klettergerät für die Grundschule Meyernberg, nach dem der Schüler Felix gefragt hatte, fand sich sogar eine schnelle mögliche Lösung.