Schon fast 9000 Kilometer gesammelt Ganz Michelfeld ist auf den Beinen

Josef Stiefler-Ebert ist selbst begeisterter Läufer und hatte die Idee für die Lauf-Challenge des ASV Michelfeld. Foto:  

Die Lauf-Challenge des ASV für die Fitness der Teilnehmer und einen guten Zweck

Michelfeld - Seit dem 15. Februar ist Michelfeld eine Hochburg der Läufer und Walker; die Lauf-Challenge im Jubiläumsjahr des örtlichen ASV wird sehr gut angenommen.

Seit dem Herbst vergangenen Jahres renoviert die Kirchenverwaltung den Saal im Pfarrzentrum St. Otto. Mit jedem gelaufenen Kilometer generieren die Sportler Spenden für die aufwendige Sanierung. Die örtliche HD Bau GmbH, die Firma des Vorsitzenden Dieter Hofmann, hat für jeden Kilometer 20 Cent für die Pfarrsaal-Sanierung zugesagt. Anfang der Woche – rund vier Wochen vor Ende der Challenge - waren bereits 8935 Kilometer absolviert. Das entspricht einer Spende in Höhe von 1787 Euro.

„Definitiv ja!“ antwortet Hofmann auf die Frage, ob er mit diesem Betrag gerechnet hatte. Er sei von der positiven Aufnahme des Benefizlaufs nicht überrascht, sagt der Firmenchef und freut sich, auf diese besondere Art etwas zur Sanierung des Pfarrsaals beitragen zu können, denn gerade der ASV Michelfeld nutze den Saal häufig.

Die erste Michelfelder Lauf-Challenge ist nicht nur eine Sportveranstaltung für alle Generationen, sondern auch ein Wettbewerb, der von einem Team vorbereitet wurde. Die Idee hatte Josef Stiefler-Ebert aus Nasnitz, der selbst ein begeisterter Läufer ist. Er ist viel in der Gegend unterwegs und suchte im Vorfeld die Strecken aus. Für die technische Umsetzung und das Einpflegen in eine Outdoor-App waren Thomas Gsell und Thomas Kohl verantwortlich, während Vorsitzender Dieter Hofmann für die Gesamtkoordination zuständig ist.

Am 15. Februar wurde die Challenge gestartet, bis zum 25. April können alle Laufbegeisterten aus Michelfeld und der Region weitere Kilometer absolvieren. Am „fleißigsten“ waren bislang die Läufer, die rund 70 Prozent der Gesamtkilometer unterwegs waren, berichtet Thomas Kohl. Anhand der über die Outdoor-App übermittelten Strecken kann dies abgelesen werden.

Man müsse aber bedenken, dass die Läufer in der Regel eine weitere Strecke zurücklegen als die Walker, gibt Stiefler-Ebert zu bedenken. Er geht davon aus, dass Läufer und Walker etwa gleich engagiert unterwegs sind. Bei beiden Gruppen gibt es neben den „freien Läufen“ auch Lieblingsstrecken: Die Mehrheit der Läufer ist gerne auf der 10,6 Kilometer langen Tour unterwegs. Die meisten Walker entscheiden sich für die 5,1 Kilometer lange Runde.

Thomas Kohl kann der eingesetzten App ausschließlich sportliche Parameter entnehmen. Ob die Michelfelder eher alleine oder mit der Familie unterwegs sind, sei nicht ersichtlich. „Die meisten sind alleine oder zu zweit unterwegs“, hat Josef Stiefler-Ebert beobachtet. Seine Familie sei zwar komplett angetreten, aber in den verschiedenen Disziplinen. Während Mutter und Tochter walken, gehen Vater und Sohn joggen. „Somit fand bei uns kein Familienlauf statt“, erzählt er.

Die Organisatoren haben verzeichnet, dass alle Altersgruppen an der Lauf-Challenge teilnehmen. Bei den jüngeren Teilnehmern sehe man viele Fußballer und Gardetänzerinnen. In der mittleren Altersgruppe gebe es Walker und Läufer. Aber auch viele ältere Menschen – meist Frauen – seien mit ihren Walkingstöcken unterwegs.

Damit sei das Ziel erfüllt, dass man die Menschen, die aufgrund der Pandemie normalerweise viel Zeit zuhause verbringen, in die Natur hinauslockt. Die Einschränkungen der Pandemie begünstigen den Wunsch, in Bewegung zu kommen, ist Stiefler-Ebert überzeugt. Um möglichst viele Menschen zu motivieren, gibt es weder eine Teilnahmegebühr noch Podiumsplätze. „Es geht nicht darum, den Schnellsten zu ermitteln, sondern die Teilnehmer zu ermutigen, die Strecken für sich und mit ihren eigenen persönlichen Zielen zu meistern“, sind sich die Organisatoren einig.

Künftig eine feste Veranstaltung?

Die Lauf-Challenge bewegt in Michelfeld gerade „die Massen“. Die Osterferien und das bevorstehende Frühlingswetter werden wohl wieder dafür sorgen, dass etliche Laufbegeisterte vom Sportheim an der Langgräfe aus auf Tour gehen. Bleibt die diesjährige Premiere die einzige Veranstaltung dieser Art? Dieter Hofmann und Josef Stiefler-Ebert hoffen vor allem, dass möglichst viele, die neu mit dem Laufen oder Walken begonnen haben, auch in Zukunft dabei bleiben. Die beiden Männer können sich durchaus vorstellen, dass eine feste Laufveranstaltung aus der Initiative werden könnte. „Entschieden ist aber noch nichts.“

Die Links zu den Running- und Walking-Touren finden Sie unter www.asv-michelfeld.de

 

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