Schönheiten ausgestellt Gefiederter Erfahrungsaustausch mit vielen Schönheiten

Von Rosi Thiem
Etwas Besonderes: Die Vorburger Schildkröpfer des Pegnitzer Züchters Gerhard Franke. Typisches Gehabe dieser Taubenart ist es, sich mächtig aufzublähen. Foto:Rosi ThiemDie prämierten Züchter: Die Jugendlichen Moritz und Felix Zitzmann sowie ( Foto:  

Geflügelzuchtverein Pegnitz und Umgebung hatte zur Sonderschau zum 100. Jubiläum eingeladen

Weidensees - Perlgrau-orangehalsige Italiener, braune Dresdner und schwarze Zwerg-Australorps schienen ebenso wie die blau-gehämmerten Show Racer und roten Fränkischen Samtschildtauben aufmerksam zu lauschten , als Vorsitzender Markus von der Grün und Schirmherr und Ehrenvorsitzender Hermann Weidinger die Jubiläumsschau zum 100-jährigen Bestehen des Geflügelzuchtvereins Pegnitz und Umgebung mit der Sonderschau der Thüringer Farbtauben, Gruppe Bayern, eröffneten.

Viele Fachgespräche zwischen Züchtern

Ab und zu unterbrach ein lautes Krähen der stolzen Hähne die Ansprache, in der Weidinger sagte: „Ich bin beeindruckt, was hier auf die Beine gestellt wurde. Da hängt so viel Arbeit dran.“ Bei der Veranstaltung mit der 2G-Regelung gab es viele Fachgespräche zwischen den zahlreichen Mitgliedern und Züchtern. Zum Jubiläum hatte sich der Verein extra neue Jacken angeschafft. Von der Grün war froh, dass die Veranstaltung noch möglich war. „Die große Messe in Leipzig wurde wegen der steigenden Corona-Zahlen kurzfristig abgesagt. „Vogelgrippe oder Corona sind derzeit unsere größten Feinde.“ Der Vorsitzende lobte Anna Brendel und Barbara Schmidt, die es geschafft hätten, in die Weidenseeser Räume eine Atmosphäre mit behaglicher Weihnachtsstimmung zwischen den ausgestellten Tieren zu zaubern.

„In einer der Natur immer mehr entfremdeten Gesellschaft ist die Beschäftigung mit Tieren eine gute Möglichkeit, den nötigen Ausgleich und den erforderlichen Abstand zur technisierten und immer schnelleren Welt zu gewinnen. Die Rassegeflügelschau ist ein interessantes Hobby und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt teilweise jahrhundertealter Rassen“, sagte von der Grün. „Die Tiere wollen täglich betreut werden und das fordere von den Züchtern viel Engagement und Idealismus, betonte der Vorsitzende der Thüringer Farbentaubengruppe Bayern, Lüder Andreä, in seinem Grußwort.

Ein Ausstellerkatalog informierte über die Teilnehmer und deren Geflügel. Unter den 29 vereinszugehörigen Ausstellern mit 270 Tieren, die unter anderem aus Auerbach, Gestungshausen oder Burgthann kamen, befanden sich auch vier Jugendliche. An den Käfigen hingen die Bewertungen der Preisrichter. So schnitten einige Exemplare mit „Vorzüglich“ und „Hervorragend“ ab, weil sie hohe Punktzahlen erreicht hatten.

Der 85-jährige Gerhard Franke ist einer der erfahrensten Aussteller. Mit seinem Vorburger Schildkröpfer, der sich von Natur aus immer wieder mächtig aufbläht, spreche er täglich, verriet Franke. „Ich züchte schon 60 Jahre. Nun werde ich aber aufhören müssen, weil in meiner Nähe gebaut wird“ bedauerte der Pegnitzer Taubenzüchter.

Was sind die am meist gestellten Fragen bei einer Ausstellung? Vorsitzender Markus von der Grün: „Es kommen immer wieder Haltungsfragen zu den Hühnern. Vor allem, wo die Tiere gehalten werden können, was man füttern soll oder wer von den Hühnern große und besonders viele Eier legt.“ Welches der Tiere schneidet beim Eierlegen gut ab? „Da gibt es beispielsweise die Italiener, die früher zum Wirtschaftsgeflügel zählten, die sind gut beim Legen dabei“, verriet der Fachmann schmunzelnd aus seinem Erfahrungsschatz und zeigte auf die gefiederten Hühnerdamen in der Seitenreihe.

Daneben glänzte ein großer Hahn mit seinen seidenen Federn: „Das sind die Hähne aus den Kinderbüchern, die oft gezeigt werden mit ihrem sichelförmigen Schwanz und ihrem großen gezackten Kamm.“

 

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