Schock für Pegnitzer Verein Wirt stirbt vor der Eröffnung

Wieder ein frisch gezapftes Bier im ASV-Sportheim trinken - daraus wird wegen eines Trauerfalls vorerst nichts. Foto: picture alliance / dpa | Daniel Bockwoldt/Symbolbild

Der überraschende Tod des neuen Pächters Thomas Schüssel bringt den ASV Pegnitz in die Bredouille.

Pegnitz - Nach nur vier Monaten und ohne einen einzigen Öffnungstag ist der neue Pächter des ASV-Sportheims, Thomas Schüssel, überraschend verstorben, wie ASV-Vorsitzender Günter Bauer mitteilt: „Das ist für uns ein ziemlicher Schlag, weil sich nie angedeutet hat, dass er krank war.“

Wie es mit dem Heim in der Reusch weiter geht, ist bislang unklar. Bevor offizielle Gespräche geführt werden, will der Vorsitzende noch etwas abwarten, bis der Verstorbene beerdigt ist.

Eigentlich wollten der Pächter und sein Sohn demnächst anfangen und die Außengastronomie eröffnen. Der Vater – Jahrgang 1957 – hätte sich in erster Linie um die Verwaltungsaufgaben gekümmert und der Sohn um die Küche. Seit Februar hatten die Männer die Räume im Sportheim renoviert und die Wohnung bezogen.

Jetzt, wo auch das Training wieder aufgenommen werden darf, können die Sportler im Anschluss in der Kabine „eins trinken“. Bauer fände es allerdings schöner, wenn sich die Geselligkeit in den ASV-Saal verlegen würde, wenn Jung und Alt zusammen sitzen und die Gemeinschaft im Verein leben. Aber ohne Wirt werde das erst mal schwierig, meint er. Ob der Verein sich selbst um eine Zwischenlösung kümmert, bleibt vorerst ebenfalls offen.

Klar ist, dass Günter Bauer gerne wieder die Veranstaltungen aufleben lassen würde: Zweimal pro Monat der Tanztee für Senioren und auch hin und wieder eine Kulturveranstaltung. „Das hat Karl Lothes vom Pegnitzer Brettl in den vergangenen Jahren immer gut dosiert gestreut. Mal bei uns, mal im Gymnasium, mal in der Sammet-Halle, und so weiter.“

Auch Parteiveranstaltungen hätten vor der Corona-Pandemie regelmäßig im ASV-Heim stattgefunden. Immerhin hat es laut Bauer den größten Veranstaltungssaal in der Stadt.

Bauer, der seit 22 Jahren Vorsitzender des ASV ist, hofft, dass sich bald eine gute Lösung für das Sportheim findet.

 

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